Beiträge zum Schlagwort: Energieberatung

01Mai/20
Zeichnung vom Umriss der Innenstadt Münster

Münster verbessert Förderung Altbausanierung und Neubauten

In der Stadt Münster tritt mit Wirkung zum 1. Mai 2020 eine neues Förderprogramm »Klimafreundliche Wohngebäude der Stadt Münster« in Kraft. Die jährliche Gesamtfördersumme ist gegenüber den Vorjahren auf 4,5 Millionen € verzehnfacht worden. Seit 20 Jahren liegt der Schwerpunkt der städtischen Förderung auf der Altbausanierung. Nun begünstigt die Stadt Münster auch Neubauten und die Installation von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Damit wird das etablierte Förderprogramm »Energieeinsparung und Altbausanierung in der Stadt Münster« abgelöst und erweitert.

1. »Förderbaustein Altbausanierung«

Die etablierte Förderung von Dämmmaßnahmen über gestaffelte Zuschüsse pro Quadratmeter verbesserter Fläche der Gebäudehülle bleibt erhalten. Die Anforderungen an die Dämmqualitäten bleiben unverändert – ebenso Zuschläge für ökologische Dämmstoffe. Das Bonussystem für ganzheitliche Dämmmaßnahmen wird erweitert. Neu sind Förderungen im Bereich der Anlagentechnik wie Heizungsaustauchpauschalen oder die Förderung einer Fotovoltaikanlage bei gleichzeitiger Dachdämmung. Es werden nun auch neuere Gebäude gefördert: Diese müssen vor dem 1. Januar 2002 bezugsfertig gewesen sein – vorher galt der Stichtag 1. Januar 1995. Weggefallen ist die Größenbegrenzung auf Wohnflächen in Eigenheimen von unter 150 qm. Zusätzlich kann ein vorzeitiger Baubeginn nun genehmigt werden, sodass mit der Genehmigung keine Nachteile für die Fördermittel entstehen.

Die Kopplung an eine vorherige unabhängige Energieberatung bleibt ebenfalls bestehen: Es muss ein Gutachten nach den Kriterien der BAFA-Energieberatung für Wohngebäude erstellt werden.

Ebenso müssen bedarfsbasierte Energieausweise vor und nach der Sanierung vorgelegt werden.

Insgesamt entstehen dem Antragssteller nur geringe Kosten: Für ein typisches Einfamilienwohnhaus beträgt der zu tragende Eigenanteil etwa 350 €.

Anschlag auf Litfaßsäule für geförderte Altbausanierung Münster
Münster wirbt für geförderte Altbausanierung

Ebenso müssen bedarfsbasierte Energieausweise vor und nach der Sanierung vorgelegt werden.

Insgesamt entstehen dem Antragssteller nur geringe Kosten: Für ein typisches Einfamilienwohnhaus beträgt der zu tragende Eigenteil etwa 350 €.

Gefördert werden (Auszüge):

  • Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke
  • Einbau neuer Fenster und Außentüren
  • Außenwanddämmung
  • Kerndämmung
  • Innenwanddämmung
  • Dämmung der Kellerdecke oder des untersten Geschossbodens
  • Heizungsaustausch
  • Einbau energiesparender Lüftungsanlagen
  • Einen Bonus gibt es für den Einsatz ökologischer oder umweltfreundlicher Dämmstoffe
  • Ebenfalls gibt es einen Bonus bei »ganzheitlicher Gebäudedämmung«
  • Ein Lüftungskonzept, eine Luftdichtheitsmessung und »die Optimierung des Heizungssystems über die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs« werden ebenfalls bezuschusst.

2. »Förderbaustein Effizienz im Neubau«

Große Veränderungen gibt es bei dem Förderbaustein Neubau. Die bisherige Förderung der energetischen Qualitätssicherung wurde auf 1100 € verdoppelt. Zusätzlich gibt es nun eine Förderung in Höhe von 21000 € für ein Ein- und Zweifamilienhaus oder 10000 € je Wohneinheit, maximal jedoch 40000 € je Gebäude. Dazu muss der Transmissionswärmeverlust des Neubaus die Vorgaben der Energieeinsparverordnung EnEV um mindestens 40 Prozent unterschreiten. In der KfW-Sprache würde dies ein Energieeffizienzhaus 45 darstellen, aber nur in Bezug auf den H’T (“Spezifischer Transmissionswärmeverlustkoffeffizient” = Mittelwert für die Dämmqualität der Gebäudehülle inkl. der Wärmebrücken), nicht den QP (“Primärenergiebedarf” = Umweltbelastung durch die Verwendung von Energie für Heizen und Brauchwarmwasser). Eine Kumulation mit Fördermitteln der KfW ist ausdrücklich nicht möglich.

Wenn das Land Nordrhein-Westfalen einem Haushalt Wohnraumförderung für ein neues Eigenheim bewilligt, gibt es einen weiteren Zuschuss von 4000 €.

3. »Förderbaustein Erneuerbare Energien«

Bisher wurden in der Richtlinie lediglich Fotovoltaikanlagen mit stationären Batteriespeichersystemen gefördert.

Nun soll auch der sinnvolle Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung und der Ausbau der Fotovoltaik in Bereichen, in denen die Förderung nach Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG nicht gut greift, vermehrt angestossen werden.

Die Maßnahmen sind sowohl an bestehenden als auch an neu zu errichtenden Gebäuden förderfähig.

Anschlag auf Litfaßsäule für geförderte Fotovoltaik in Münster
Münster fördert Fotovoltaikanlagen

Nun soll auch der sinnvolle Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung und der Ausbau der Fotovoltaik in Bereichen, in denen die Förderung nach Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG nicht gut greift, vermehrt angestossen werden.

Die Maßnahmen sind sowohl an bestehenden als auch an neu zu errichtenden Gebäuden förderfähig.

Kombination mit weiteren Förderprogrammen

Die »Kumulation« – so die Förderfachsprache für die Kombinierbarkeit – mit vielen weiteren Förderprogrammen ist zulässig. Die wichtigsten sind:

  • »Energieeffizient Sanieren« der KfW (151/152 oder 430) mit Tilgungszuschüssen/Zuschüssen ab 20 Prozent
  • »Erneuerbare Energien« vom BAFA mit Zuschüssen von 20 Prozent bis 45 Prozent
  • »Proges« des Landes NRW mit Zuschüssen für diverse Anlagentechniken (zum Beispiel 90 €/qm Solarkollektorfläche)

Das sind bei weitem noch nicht alle Programme, die bei der Altbausanierung, beim Neubau oder der Sanierung der Heizungsanlagentechnik in Frage kommen. Die Kumulierbarkeit ist zwar häufig möglich, folgt aber auch bestimmten Regeln. Im Rahmen von Energieberatungen werden Sie dazu ausführlich beraten, um Ihre Maßnahmen qualitativ und fördertechnisch zu optimieren.

Energieberatung ist wichtig

Ausgangspunkt sollte immer eine Energieberatung sein. Wir erklären Ihnen die Vorgehensweise und die Förderung unsere Leistungen. Für die Förderung durch die Stadt Münster ist diese zwingend notwendig, und die KfW empfiehlt die vorherige Energieberatung ebenfalls. Ohne fundierte Kenntnisse über Ihr Gebäude und Ihre Vorhaben, die mit der Beratung erlangt werden, ist keine Optimierung möglich.

Das Planungsbüro ENTECH erläutert gerne die Richtlinie. Einen ersten Überblick, der auch die Veränderungen gegenüber der alten Richtlinie übersichtlich darstellt, finden Sie hier in der Gegenüberstellung.

Als zertifizierte Experten für Energieeffizienz leiten wir Sie durch das Antragsverfahren und leisten die Energieberatung, die teils in diesem Förderprogramm zwingend vorgeschrieben ist.

Hier stellen wir Ihnen wichtige Antragsunterlagen zur Verfügung:

Gegenüberstellung der alten und neuen Richtlinie
Übersichtliche Gegenüberstellung der alten und neuen Richtlinie
17Apr/20
Mona Lisa mit Mundschutz

So läuft Energieberatung trotz Coronavirus

Wir erhalten viele Anfragen, ob Energieberatung unter den Einschränkungen durch das Coronavirus überhaupt möglich sei. Ja: Das Planungsbüro ENTECH bietet nach wie vor Dienstleistungen zur Energieeffizienz.

Karikatur »Videokonferenz«
Energieberatung auf Distanz. Bild: manfredsteger | pixabay

Dabei beachten wir die Vorgaben der NRW-Landesregierung und der Behörden, sodass wir einige Abläufe verändern – schon alleine um die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern zu schützen.

Wie gewohnt, erhalten Kunden und Interessenten auf unserer Website erste Informationen zur Energieeffizienz.

Außerdem kümmern wir uns um laufende Aufträge.

Zusammen mit Ihnen bereiten wir Energieaudits vor.

Wir optimieren den energetischen Zustand eines Neubaus oder Umbaus.

Wir begleiten Ihr Unternehmen bei anstehenden Maßnahmen zur Energieeffizienz.

Nicht zuletzt zeigen wir Ihnen, welche Fördermittel Sie beantragen können.

Doch wie gehen wir dabei vor?

Bei notwendigen Messungen und Terminen folgen wir Vorgaben wie dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. In der aktuellen Pandemie haben wir unsere Energieberatung auf vier Pfeiler gestellt:

  1. Anpassung der Beratung

    Die Bundesregierung hält an den Förderprogrammen fest und ermuntert zum energetischen Engagement. Ohnehin bleiben gesetzliche Pflichten wie Energieaudits für Nicht-KMU bestehen, selbst wenn das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA derzeit keine Fristversäumnisse bestraft.

    Gerne beraten wir Sie intensiv – bis auf weiteres telefonisch oder bei Bedarf schriftlich etwa per E-Mail. Wir bitten Sie, Telefontermine für technische Fragen oder einen intensiven Austausch zu vereinbaren. Ansonsten erreichen Sie uns montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 17 Uhr, freitags von 9 Uhr bis 14 Uhr und nach Absprache zu anderen Zeiten.

    Einige Mitarbeiter folgen Ihren Wünschen im Home-Office. Aber die technischen und organisatorischen Umstellungen beeinträchtigen uns leider. Daher bitten wir Sie, Verzögerungen oder doppelte Nachfragen oder kleine Pannen zu entschuldigen. Alle Telefonnummern und Mail-Adressen funktionieren wie bisher.

    Ob Messungen etwa bei Blower Door laufen oder ob wir diese Aktivitäten verschieben müssen, entscheiden wir von Fall zu Fall. Wir bitten um Verständnis, dass wir keine allgemein gültigen Regeln für Messungen aufstellen können. Bisher haben nach Absprache der Sicherheitsdetails alle Messungen wie gewohnt stattgefunden.

  2. Digitalisierung und Postversand

    Die Krise zwingt uns, möglichst wenig Unterlagen von Ihnen entgegenzunehmen. Mailen Sie uns daher bitte möglichst viele relevante Unterlagen digitalisiert: gescannt oder fotografiert und anschließend in eine PDF-Datei umgewandelt. Oder Sie schicken uns Kopien per Post.

    Bei der Energieberatung für Wohngebäude laden wir Sie ein, unseren neuen Digi-Check einzusetzen – eine Checkliste für digitalisierbare Dokumente, Fotos und weiteres Material.

  3. Virtuelle Begehungen

    Was halten Sie von einem virtuellen Besuch auf Ihrer Baustelle oder in Ihrem Unternehmen oder in Ihrem Gebäude? Führen Sie uns live per Tablet oder Smartphone durch die Räume, oder zeigen Sie uns Ihren Betrieb mithilfe dieser Geräte. Diese Videos und Ihre Erklärungen können uns Informationen in ebenso guter Qualität liefern wie eine Begehung vor Ort.

  4. Persönliche Termine

    Trotz der digitalisierten Dokumente und der Videokonferenzen kann eine persönliche Begegnung oder Begehung erforderlich sein. Außer dem Energieberater sollten nur eine oder möglichst wenige Personen an diesem Treffen teilnehmen. In diesen Einzelfällen stimmen wir die Risiken und Vorgehensweisen offen und früh mit Ihnen ab:

    • Sie müssen sich freiwillig und überzeugt für diesen Termin entscheiden.
    • Die Energieberatung vor Ort kann nicht stattfinden, falls Sie oder ein Mitglied Ihrer Hausgemeinschaft mit SARS-CoV-2 infiziert sind oder derzeit in einer behördlich angeordneten Quarantäne leben.
    • Die Energieberatung vor Ort ist nur möglich, wenn Sie oder ein Mitglied Ihrer Hausgemeinschaft keine Symptome für eine Erkrankung an Covid-19 aufweisen. Zudem sind Kontaktpersonen von Covid-19-Erkrankten von diesem Termin ausgeschlossen.
    • Ebenso müssen wir über eine Verschiebung oder eine Alternative zu der persönlichen Begegnung nachdenken, falls Sie oder ein Mitglied Ihrer Hausgemeinschaft zur Risikogruppe für schwere Verläufe bei Covid-19 gehören.
    • Die Teilnehmer eines persönlichen Termins müssen auf den Schutz vor Infektionen achten. Die Notwendigkeit, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen – mindestens eine sogenannte Community-Maske oder Alltagsmaske – sollte vorher zwischen allen Teilnehmern abgestimmt werden.
    • Während des Treffens ist jederzeit ein Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten – auch zum Beispiel in Treppenhäusern, auf Dachböden oder in Heizungskellern. Bei der gemeinsamen Sichtung von Unterlagen fällt es schwer, immer die Distanz zu wahren – wir bitten um besondere Vorsicht in dieser Situation.

Wenn sich die Corona-Situation entspannt, holen wir bei Bedarf persönliche Treffen oder Begehungen nach: Dann können wir Details erfassen, die eventuell noch fehlen.

14Feb/20
Mehrfamilienhaus mit Sanierungsbedarf

BAFA Zuschüsse steigen für Energieberatung Wohngebäude

Unter dem Strich werden Energieberatungen für Wohngebäude günstiger etwa für Eigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften und Pächter: Die Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (EBW) ist zum 1. Februar gestiegen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA erhöht den Zuschuss für Energieberatungen bei Wohngebäuden (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan) von 60 Prozent auf 80 Prozent des anfallenden Honorars vom Energieberater.

Für ein Einfamilien- oder Zweifamilienhaus liegt die Obergrenze bei 1300 €: Damit fließen bis zu 500 € mehr für diese Art der Förderung. Ab drei Wohneinheiten unterstützt das BAFA die Energieberatung mit maximal 1700 € statt bisher 1100 €.

Wenn der qualifizierte Energieberater den Bericht und einen zugehörigen Sanierungsfahrplan auf einer Wohnungseigentümerversammlung erläutert, bietet das BAFA eine einmalige Zuwendung von höchstens 500 €. Diese Präsentation soll den Eigentümern helfen, ihre unterschiedlichen Interessen miteinander abzustimmen und die passende Modernisierung ihres Wohngebäudes zu vereinbaren.

Der Eigenanteil für die Energieberatung kann durch zusätzliche Förderungen von Kommunen oder Bundesländern auf zehn Prozent des Honorars schrumpfen – dieser Rest ist immer aus eigener Tasche zu zahlen.

Damit das BAFA die Förderung genehmigt, muss das Wohngebäude in Deutschland liegen und der Bauantrag vor mindestens zehn Jahren gestellt worden sein – damit ersetzt der neue Zeitrahmen die bislang feste Datumsgrenze des Bauantrags 31. Januar 2002. Zudem müssen Kleine und Mittlere Unternehmen KMU die Leistungen für die Energieberatung auf ihre sogenannten De-Minimis-Beihilfen anrechnen lassen. Größere Unternehmen nach EU-Definition sind von dieser Förderung ausgeschlossen. Hingegen können Einrichtungen für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke ebenso die Vor-Ort-Beratung nutzen.

Nach dem Auftrag für die Vor-Ort-Beratung stellt der Energieberater den Förderantrag im Namen des Kundens, auf den also kein zusätzlicher Stress durch Formulare wartet. Die Abrechnung läuft ähnlich unbürokratisch: Eine Vorleistung für das Gesamthonorar entfällt – es ist lediglich der Eigenanteil zu überweisen. Der Energieberater erhält den Zuschuss direkt vom BAFA, nachdem er seine Aufgaben erledigt hat.

Sanierungsbedürftiges Zweifamilienhaus mit Flecken und Algenbewuchs auf dem hellen Putz
Vor-Ort-Beratung liefert Hinweise für sinnvolle Sanierung

Die Vor-Ort-Beratung geht weit über die Erhebungen für einen Energieausweis hinaus: Sie führt zu detaillierten Informationen und Vergleichsmöglichkeiten, um den Energieverbrauch nachvollziehen und bewerten zu können. Auf Basis einer umfassenden Bestandsaufnahme erfährt der Kunde, wie er sein Wohngebäude in ein KfW-Effizienzhaus umgestalten kann. Alternativ kann er einen individuellen Sanierungsfahrplan zur Optimierung der Energieeffizienz erhalten – mit diesen Vorschlägen lassen sich sinnvolle Maßnahmen zur energetischen Sanierung Schritt für Schritt erledigen.

Die Vor-Ort-Beratung hilft, kein Geld für ineffziente Arbeiten am Wohngebäude zu verschwenden. Dabei weist der Energieberater auf KfW-Förderprogramme etwa zur Sanierung (besonders Programme 151 und 430) oder zur qualitätssichernden Baubegleitung hin. Bei der Baubegleitung (Programm 431) übernimmt die KfW bis zu 4000 € von der Hälfte der Kosten eines Experten für Energieeffizienz.

Indes existiert keine Pflicht, anschließend die vorgeschlagenen Maßnahmen durchzuführen. Doch wenn der Bauherr Zuschüsse oder Kredite für solch ein Vorhaben beansprucht, empfiehlt die KfW eine Vor-Ort-Beratung für den Einstieg in das Projekt. Ohnehin ist zum Beispiel in Münster diese Energieberatung für Wohngebäude vorgeschrieben, damit die Stadt weitere Zuschüsse bewilligt.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: Zusammen mit Ihnen erstellen wir den Fahrplan zu effizienten Maßnahmen und optimalen Fördermitteln.

25Sep/19
Gegensatz zwischen modernisierter und unsanierter Hausfassade

Bundesregierung plant Pflicht zur Energieberatung für Wohngebäude

Die Bundesregierung will Eigentümer von Wohngebäuden verpflichten, dass sie »zu bestimmten Anlässen« eine Energieberatung durchführen lassen: Sie verlangt künftig eine individuelle Beratung durch einen Experten etwa bei einem Eigentümerwechsel. Damit reichen die neuen Regeln weiter als die bisherigen Vorschriften zur Vorlage eines Energieausweises. Der Plan gehört zu den »Eckpunkten für das Klimaschutzprogramm 2030« vom 20. September 2019.

Die geforderte Energieberatung soll Eigentümer von Wohngebäuden finanziell nicht stärker belasten, heißt es in der Zusammenfassung des sogenannten Klimakabinetts: »Die Kosten werden über die bestehenden Förderprogramme gedeckt«. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie will in seiner Kampagne »Deutschland macht’s effizient« stärker auf die Bedürfnisse von Wohnungseigentümern eingehen und sie deutlicher informieren, wie sie von der Energieberatung und der energetischen Modernisierung profitieren.

Diagramm: Ansatzpunkte für Energieberatung bei Wohngebäuden
Ansatzpunkte für Energieberatung bei Wohngebäuden. Bild: dena

Bislang nennt die Bundesregierung keine Details für die Änderungen bei der Energieberatung und der Öffentlichkeitsarbeit über die Sanierungen, sondern erstellt zunächst eine Strategie. Jürgen Leppig vom Bundesverband »Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker (GIH) e.V.« sagt über die Ankündigungen: »Das Förderprogramm ›Energieberatung für Wohngebäude‹ präsentiert sich nicht nur deutlich verbessert, sondern wird bei einschneidenden Anlässen wie einem Eigentümerwechsel auch verpflichtend«. Der Vorsitzende erwartet zudem, dass »mehr Hausbesitzer umfänglich beraten und mit ganzheitlichen Konzepten für sinnvolle energetische Modernisierungen ausgestattet werden«.

Dazu aus dem Klimaschutzpaket: “Die stagnierende Sanierungsrate macht deutlich, dass vielen Gebäudeeigentümern die Motivation fehlt, ihr Haus energetisch sanieren zu lassen”. Daher soll die Energieberatung durch folgende Maßnahmen gestärkt werden:
· Erhöhung der Förderung in der „Energieberatung für Wohngebäude (EBW)“ auf bis zu 80% Zuschuss (bislang 60%);
· Modernisierungsempfehlungen durch eine geförderte Energieberatung für die Erstellung eines Energieausweises (Bedarfsausweis) nutzen;
· Energieberatung anknüpfend an Immissionsmessungen durch qualifizierte Schornsteinfeger adressieren;
· Weitere Anlässe für eine qualifizierte Beratung nutzen (u.a. Heizungstausch, Nutzung von Synergieeffekten mit barrierefreiem Umbau oder Einbruchschutz).

Wir erwarten und hoffen, dass die Verantwortung nach der Reform beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA liegt – mit dem bewährten und unkomplizierten Förderprogramm »Vor-Ort-Beratung«: Bereits jetzt erhalten zum Beispiel Eigentümer einen Zuschuss, wenn sie freiwillig einen Auftrag für ihr Wohngebäude einem zugelassenen Energieberater erteilen.

Beitragsbild in der Seitenleiste: Gegensatz zwischen modernisierter und unsanierter Hausfassade. KfW-Bildarchiv | photothek.net

19Feb/19
Herausforderung Schulsanierung: Fensteraustausch mit oder ohne Aussenwanddämmmung und was ist mit der Lüftung?

Kommunale Gebäude – BAFA fördert Energieberatung zu 80 %

Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) Förderung von Energieberatungen für Nichtwohngebäude bietet Kommunen und gemeinnützigen Organisationen (wie z. B. Kirchen) die Möglichkeit, eine unabhängige und zertizierte Energieberatungsleistung zu nutzen – zum Beispiel für die Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts aber auch für den Neubau von Nichtwohngebäuden, d. h. Schulen, Kindergärten, Rathäuser etc.

Fortsetzung
22Feb/18
Warnschild als Symbolbild »Rutschgefahr«

Welche Anbieter garantieren unabhängige Energieberatung?

Das Planungsbüro ENTECH in Münster teilt die Kritik des Deutschen Energieberater-Netzwerks (DEN), dass branchenfremde Energieberater ihre Leistungen oft nicht unabhängig anbieten: »Ohne viel Aufhebens davon zu machen, hat die nur noch geschäftsführende Bundeswirtschaftsministerin den Kreis der antragsberechtigten Energieberater erheblich erweitert«, heißt es in einer Pressemitteilung vom DEN. Jetzt sei mit Interessenkonflikten zu rechnen, warnt der Verein qualifizierter Energieberater: Bislang habe ein Anbieter eine von ihm empfohlene Maßnahme nicht »durch einen eigenen Betrieb oder die Zugehörigkeit zu einem Energieversorgungsunternehmen« umsetzen dürfen – doch kurz vor dem Jahreswechsel sind diese Beschränkungen gefallen.

Fortsetzung

21Feb/18
Symbolbild Homepage

ENTECH startet neue Website

Das Planungsbüro ENTECH in Münster hat einen umfangreichen Internet-Auftritt gestartet und im Gegenzug seine alte Website unter entech-deppe.de gelöscht: Unter www.planungsbuero-entech.de erhalten Geschäftspartner, Interessenten und Kunden Auskunft über qualifizierte Energieberatung und individuelle Konzepte. Im Mittelpunkt stehen sowohl Alltagsprobleme wie Energieausweise als auch große Vorhaben wie Energiemanagementsysteme nach ISO 50001. Fotos, Grafiken, Texte und Videos informieren etwa über Effizienzhäuser nach Standards der KfW Bankengruppe, Energieaudits nach DIN EN 16247–1 und Förderprogramme. Nicht zuletzt beleuchten Meldungen aktuelle Entwicklungen in Energie, Umwelt und Wirtschaft.

Fortsetzung