Ener­gie­ma­nage­ment­system bringt Unter­nehmen voran

Errei­chen Sie ener­ge­ti­sche und wirt­schaft­liche Ziele

Ein Ener­gie­ma­nage­ment­system nach der Norm ISO 50001 hilft Unter­nehmen, ihre Ziele zu erreichen:

  1. Stei­ge­rung der Energieeffizienz
  2. Kos­ten­sen­kung
  3. Wett­be­werbs­vor­teile
  4. Steu­er­ein­spa­rung
  5. Image­ver­bes­se­rung
  6. Gesell­schaft­li­cher Beitrag zur Res­sour­cen­scho­nung und zum Klimaschutz

Pflicht zum Ener­gie­ma­nage­ment gilt für beson­ders ener­gie­in­ten­sive Unternehmen

Beson­ders ener­gie­in­ten­sive Unter­nehmen ver­brau­chen durch­schnitt­lich mehr Gesamt­energie als 7,5 GWh im Jahr. Nach Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ge­setz EnEfG müssen diese Betriebe den Ener­gie­ver­brauch über­wa­chen und opti­mieren – egal, ob sie als KMU oder Nicht-KMU zählen. Diese Unter­nehmen sind zum Ener­gie­ma­nage­ment ver­pflichtet. Ande­rer­seits können betrof­fene Nicht-KMU auf Ener­gie­au­dits ver­zichten, die für die meisten Nicht-KMU vor­ge­schrieben sind. Für beson­ders ener­gie­in­ten­sive Unter­nehmen lohnt ein Blick in ein Merk­blatt für das Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ge­setz (EnEfG).

Daten­auf­nahme für Energiemanagement

Ener­gie­ein­satz wird ana­ly­siert, erfasst und optimiert

PDCA | Bild: Karn G. Bulsuk CC 4.0

Ein Ener­gie­audit nach DIN EN 16247–1 hält ledig­lich den aktu­ellen Zustand fest. Ein Ener­gie­ma­nage­ment­system nach ISO 50001 gehört dau­er­haft zu den betrieb­li­chen Abläufen. Im sys­te­ma­ti­schen Prozess wird der Ener­gie­ein­satz ana­ly­siert, erfasst und opti­miert. Es dauert einige Monate, das Ener­gie­ma­nage­ment­system ein­zu­führen. Für die Zer­ti­fi­zie­rung sind min­des­tens drei Wochen anzu­setzen. Die Deut­sche Energie-Agentur dena listet zuge­las­sene Ener­gie­ex­perten, die etwa bei zwi­schen­zeit­li­chen Ener­gie­au­dits ins Spiel kommen: Diese Audits dienen der mehr­ma­ligen Bestands­auf­nahme im drei­jäh­rigen Verlauf. Ener­gie­ma­nage­ment folgt einem Kreis­lauf entlang der Linie Plan–Do–Check–Act (PDCA), um dann neu zu starten und weitere Runden zu drehen.

For­mular zur Auf­nahme von Kenn­daten und Leistungswerten

Vier Phasen bestimmen Kreislauf

Erkennen Sie mög­liche Quellen für Ener­gie­ver­schwen­dung – zum Bei­spiel ver­al­tete oder mit­tel­mä­ßige Druck­luft­sys­teme, Kälte- und Kühl­was­ser­an­lagen, Pro­zess­technik, Raum­luft­technik (RLT) sowie Wär­me­ver­sor­gung. Beim Ener­gie­ma­nage­ment werden die Ener­gie­ströme erfasst und die Inves­ti­tionen beein­flusst. Der Kreis­lauf zum Ener­gie­ma­nage­ment­system ver­bindet vier Phasen PDCA mit den deut­schen Bezeich­nungen Planung, Umset­zung, Über­prü­fung und Opti­mie­rung:

  • Plan [P]: Füh­rungs­kräfte des Unter­neh­mens über­nehmen Ver­ant­wor­tung für das Ener­gie­ma­nage­ment. In der Pla­nungs­phase [P] benennen sie einen Ener­gie­be­auf­tragten oder ein Koor­di­na­ti­ons­team. Alle Abtei­lungen von der Pro­duk­tion über die IT bis hin zum Fuhr­park werden durchleuchtet.
  • Do [D]: In der Umset­zungs­phase [D] nehmen die Pro­zesse Gestalt an. Akti­ons­pläne helfen, das Ener­gie­ma­nage­ment durch­zu­führen. Wie sind künftig welche Res­sourcen ein­zu­setzen? Wie ziehen alle Mit­ar­beiter an einem Strang, damit sie schäd­liche Gewohn­heiten ändern und Anre­gungen liefern?
  • Check [C]: In der Über­prü­fungs­phase [C] gelten interne Audits als geeig­nete Ver­fahren, um ener­ge­tisch rele­vante Vor­gänge zu bewerten. Jetzt ist die Zeit gekommen, Ergeb­nisse fest­zu­stellen und man­gelnde Aus­wir­kungen auf­zu­spüren. Werden etwa recht­liche Vor­schriften und Kun­den­be­dürf­nisse eingehalten?
  • Act [A]: Die Opti­mie­rungs­phase [A] mündet in eine Zer­ti­fi­zie­rung durch eine akkre­di­tierte Stelle: Zu dieser Leis­tung etwa vom TÜV Nord gehören mehr­stu­fige Audits. Die Geschäfts­führer des Unter­neh­mens bewerten den Verlauf und ziehen Kon­se­quenzen. Welche Erwar­tungen sind zu kor­ri­gieren, und welche Pro­zesse lassen sich opti­mieren? Aus solchen Über­le­gungen wachsen frische Ziele für die nächste Pla­nungs­phase [P].
Inven­ta­ri­sie­rung ener­gie­in­ten­siver Pro­zesse berück­sich­tigt Daten von Kältekompressionsmaschine

ENTECH unter­stützt Sie beim Energiemanagementsystem

Zer­ti­fi­zierte Ener­gie­ex­perten über­nehmen min­des­tens die Kern­auf­gaben beim Ener­gie­ma­nage­ment. Bei­spiele für diese Kernaufgaben:

  • Die Spe­zia­listen von ENTECH ana­ly­sieren, erfassen und über­wa­chen die Energieverbräuche
  • ermit­teln Mög­lich­keiten zur Energieeinsparung
  • schulen die Mit­ar­bei­te­rinnen und Mitarbeiter
  • führen Audits durch und begleiten Audits etwa bei der Zertifizierung
  • unter­stützen das Unter­nehmen bei den Anträgen für Fördermittel
  • und ent­wi­ckeln Kon­zepte zur Stei­ge­rung der Energieeffizienz.

Die geprüften Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ma­nager und Ener­gie­au­di­toren lotsen Sie durch die Klippen staat­li­cher Auf­lagen bis hin zu einer Ener­gie­bi­lanz – mit Rat­schlägen, welche Inves­ti­tionen in Ener­gie­effi­zienz lohnen.

Gra­fi­sche Auf­ar­bei­tung von Stromlastgängen

Zuschüsse locken für Zer­ti­fi­zie­rung und Messtechnik

Übri­gens zahlen Bund und Länder Zuschüsse – zum Bei­spiel für die Zer­ti­fi­zie­rung sowie für den Erwerb von Mess­technik und Soft­ware. Diese För­de­rung und sons­tige Vor­teile erleich­tern die Ent­schei­dung, frei­willig ein Ener­gie­ma­nage­ment­system auf­zu­bauen: Ener­gie­ma­nage­ment lohnt eben nicht nur für beson­ders ener­gie­in­ten­sive Unter­nehmen, die ein System nach ISO 50001 betreiben müssen. Nicht zuletzt infor­miert ENTECH über weitere För­der­pro­gramme zur Ener­gie­effi­zienz – etwa vom Bun­desamt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trolle BAFA.

Beson­ders ener­gie­in­ten­sive Unter­nehmen müssen Frist beachten

Wenn Unter­nehmen inner­halb der ver­gan­genen drei abge­schlos­senen Kalen­der­jahre durch­schnitt­lich mehr als 7,5 GWh pro Jahr ver­brauchten, sollten sie auf eine Frist achten: Diese beson­ders ener­gie­in­ten­siven Unter­nehmen mussten spä­tes­tens am 18. Juli 2025 ihre Pflicht zum Ener­gie­ma­nage­ment erfüllen (nach letztem Stand zum Jah­res­ende 2025).

Die Betriebs­daten eines Block­heiz­kraft­werks sind wichtig im Energiemanagementsystem