Energiemanagementsystem bringt Unternehmen voran
Erreichen Sie energetische und wirtschaftliche Ziele
Ein Energiemanagementsystem nach der Norm ISO 50001 hilft Unternehmen, ihre Ziele zu erreichen:
- Steigerung der Energieeffizienz
- Kostensenkung
- Wettbewerbsvorteile
- Steuereinsparung
- Imageverbesserung
- Gesellschaftlicher Beitrag zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz
Pflicht zum Energiemanagement gilt für besonders energieintensive Unternehmen
Besonders energieintensive Unternehmen verbrauchen durchschnittlich mehr Gesamtenergie als 7,5 GWh im Jahr. Nach Energieeffizienzgesetz EnEfG müssen diese Betriebe den Energieverbrauch überwachen und optimieren – egal, ob sie als KMU oder Nicht-KMU zählen. Diese Unternehmen sind zum Energiemanagement verpflichtet. Andererseits können betroffene Nicht-KMU auf Energieaudits verzichten, die für die meisten Nicht-KMU vorgeschrieben sind. Für besonders energieintensive Unternehmen lohnt ein Blick in ein Merkblatt für das Energieeffizienzgesetz (EnEfG).
Energieeinsatz wird analysiert, erfasst und optimiert
Ein Energieaudit nach DIN EN 16247–1 hält lediglich den aktuellen Zustand fest. Ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 gehört dauerhaft zu den betrieblichen Abläufen. Im systematischen Prozess wird der Energieeinsatz analysiert, erfasst und optimiert. Es dauert einige Monate, das Energiemanagementsystem einzuführen. Für die Zertifizierung sind mindestens drei Wochen anzusetzen. Die Deutsche Energie-Agentur dena listet zugelassene Energieexperten, die etwa bei zwischenzeitlichen Energieaudits ins Spiel kommen: Diese Audits dienen der mehrmaligen Bestandsaufnahme im dreijährigen Verlauf. Energiemanagement folgt einem Kreislauf entlang der Linie Plan–Do–Check–Act (PDCA), um dann neu zu starten und weitere Runden zu drehen.
Vier Phasen bestimmen Kreislauf
Erkennen Sie mögliche Quellen für Energieverschwendung – zum Beispiel veraltete oder mittelmäßige Druckluftsysteme, Kälte- und Kühlwasseranlagen, Prozesstechnik, Raumlufttechnik (RLT) sowie Wärmeversorgung. Beim Energiemanagement werden die Energieströme erfasst und die Investitionen beeinflusst. Der Kreislauf zum Energiemanagementsystem verbindet vier Phasen PDCA mit den deutschen Bezeichnungen Planung, Umsetzung, Überprüfung und Optimierung:
- Plan [P]: Führungskräfte des Unternehmens übernehmen Verantwortung für das Energiemanagement. In der Planungsphase [P] benennen sie einen Energiebeauftragten oder ein Koordinationsteam. Alle Abteilungen von der Produktion über die IT bis hin zum Fuhrpark werden durchleuchtet.
- Do [D]: In der Umsetzungsphase [D] nehmen die Prozesse Gestalt an. Aktionspläne helfen, das Energiemanagement durchzuführen. Wie sind künftig welche Ressourcen einzusetzen? Wie ziehen alle Mitarbeiter an einem Strang, damit sie schädliche Gewohnheiten ändern und Anregungen liefern?
- Check [C]: In der Überprüfungsphase [C] gelten interne Audits als geeignete Verfahren, um energetisch relevante Vorgänge zu bewerten. Jetzt ist die Zeit gekommen, Ergebnisse festzustellen und mangelnde Auswirkungen aufzuspüren. Werden etwa rechtliche Vorschriften und Kundenbedürfnisse eingehalten?
- Act [A]: Die Optimierungsphase [A] mündet in eine Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle: Zu dieser Leistung etwa vom TÜV Nord gehören mehrstufige Audits. Die Geschäftsführer des Unternehmens bewerten den Verlauf und ziehen Konsequenzen. Welche Erwartungen sind zu korrigieren, und welche Prozesse lassen sich optimieren? Aus solchen Überlegungen wachsen frische Ziele für die nächste Planungsphase [P].
ENTECH unterstützt Sie beim Energiemanagementsystem
Zertifizierte Energieexperten übernehmen mindestens die Kernaufgaben beim Energiemanagement. Beispiele für diese Kernaufgaben:
- Die Spezialisten von ENTECH analysieren, erfassen und überwachen die Energieverbräuche
- ermitteln Möglichkeiten zur Energieeinsparung
- schulen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- führen Audits durch und begleiten Audits etwa bei der Zertifizierung
- unterstützen das Unternehmen bei den Anträgen für Fördermittel
- und entwickeln Konzepte zur Steigerung der Energieeffizienz.
Die geprüften Energieeffizienzmanager und Energieauditoren lotsen Sie durch die Klippen staatlicher Auflagen bis hin zu einer Energiebilanz – mit Ratschlägen, welche Investitionen in Energieeffizienz lohnen.
Zuschüsse locken für Zertifizierung und Messtechnik
Übrigens zahlen Bund und Länder Zuschüsse – zum Beispiel für die Zertifizierung sowie für den Erwerb von Messtechnik und Software. Diese Förderung und sonstige Vorteile erleichtern die Entscheidung, freiwillig ein Energiemanagementsystem aufzubauen: Energiemanagement lohnt eben nicht nur für besonders energieintensive Unternehmen, die ein System nach ISO 50001 betreiben müssen. Nicht zuletzt informiert ENTECH über weitere Förderprogramme zur Energieeffizienz – etwa vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA.
Besonders energieintensive Unternehmen müssen Frist beachten
Wenn Unternehmen innerhalb der vergangenen drei abgeschlossenen Kalenderjahre durchschnittlich mehr als 7,5 GWh pro Jahr verbrauchten, sollten sie auf eine Frist achten: Diese besonders energieintensiven Unternehmen mussten spätestens am 18. Juli 2025 ihre Pflicht zum Energiemanagement erfüllen (nach letztem Stand zum Jahresende 2025).