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12Jul/21
Zeichnung vom Umriss der Innenstadt Münster

Änderung »Klimafreundliche Wohngebäude der Stadt Münster«

Die Stadt Münster ändert ihr Förderprogramm für »Klimafreundliche Wohngebäude«: Zum 1. Juli gestaltet sie einige Konditionen um und ergänzt einen Förderbaustein für Dachbegrünung. Ein größerer Zuschuss als bisher lockt beim Austausch der Heizungsanlage. Bereits seit Mai 2020 bewilligt die Stadt Münster höhere Beträge und akzeptiert in ihrem Förderprogramm mehr unterschiedliche Projekte als in den Vorjahren.

Richtlinie

Schon länger stehen die Ziele in der Förderrichtlinie: »nachhaltige Einsparung von Heizenergie«, »Minderung des Energieverbrauches«, »verbesserter oder erhöhter Wärmeschutz der Wohngebäude«, »Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen« und »Reduzierung der CO2-Emissionen«. In der aktuellen Fassung nennt die Stadt Münster zusätzliche Argumente für ihr Engagement: »Darüber hinaus soll eine Reduzierung der städtischen Wärmeinsel erzielt werden, die einhergeht mit einer verbesserten Wohn- und Aufenthaltsqualität«, heißt es zum Förderzweck, »durch den Rückhalt von Regenwasser wird eine Verbesserung des städtischen Wasserhaushalts erreicht«. Die Richtlinie verweist auf eine neue Kontrolle: »Sofern sich die Maßnahme im Gebiet einer Erhaltungs- und Gestaltungssatzung befindet oder dem Denkmalschutz unterliegt, ist vorab eine Genehmigung beim Bauordnungsamt oder der städtischen Denkmalbehörde einzuholen«. Nach wie vor ist es möglich, Fördermittel zu verbinden – also die Leistungen für »Klimafreundliche Wohngebäude der Stadt Münster« zum Beispiel mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG. Die Übersichten zum Ablauf für Förderanträge sind überarbeitet worden:

Übersicht zum Antragsverfahren des Förderprogramms in Münster
Antragsverfahren Sanierung oder Neubau Stadt Münster
Übersicht zum Antragsverfahren des Förderprogramms in Münster
Antragsverfahren Fotovoltaik oder Dachbegrünung Stadt Münster

Förderbaustein Energetische Sanierung

Der »Förderbaustein Altbausanierung« heißt nun »Förderbaustein Energetische Sanierung«. Gestrichen worden ist ein Zusatz zur Kopplung von Fotovoltaik mit der Dachdämmung: »Wird im Rahmen der Dämmung der Dachfläche über beheizten und/oder gekühlten Räumen erstmalig eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) installiert und ein Wärmedurchgangskoeffizient von U ≤ 0,15 W/m2K der Dachdämmung erreicht, so wird ein Zuschuss von 100 € je Kilowattpeak (kWp) Photovoltaikleistung gewährt« – diese Erweiterung gilt nicht mehr.

Werbefoto aus Münster mit zwei Kindern, die als Bauarbeiter verkleidet sind
Einladung zur geförderten Sanierung Stadt Münster

Änderungen beim Heizungsaustausch

  • Bislang musste der Heizkessel der fossil befeuerten Anlage mindestens 15 Jahre alt sein, damit eine Förderung beim Austausch floss. Jetzt reicht es, wenn ein Heizkessel der fossil befeuerten Anlage oder eine Nachtspeicherheizung ersetzt wird.
  • Der Zuschuss steigt von pauschal 1500 € auf 3000 €.
  • Gefördert wird eine Wärmepumpe, Biomasseanlage oder der Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz.
  • Der Begriff »Wärmepumpe« ist etwas weiter gefasst worden – bisher hieß es »Erdwärmepumpe«.
  • Entfallen sind die Förderung für Blockheizkraftwerke (BHKW) und der Zuschlag von 2500 € »für ein Brennstoffzellen-BHKW«.
  • Zuvor wurde eine Flächenförderung von 200 €/m2 für Solarthermie gezahlt – beim früheren »Förderbaustein Erneuerbare Energien«. Nun ist die Unterstützung für Solarthermie pauschalisiert worden – ein Bonus von 1500 € wird beim Heizungsaustausch gewährt.

Förderbaustein Energieeffizienter Neubau

Die Korrekturen zu diesem Förderbaustein berühren die Praxis nur wenig.

Förderbaustein Photovoltaik

Hier ist nur wenig geändert worden. Die Stadt Münster erläutert die Förderbeträge und weitere Details auf ihrer Website und in ihrer Richtlinie.

Fachwerkhaus mit Fotovoltaikanlage
Fachwerkhaus mit Fotovoltaikanlage Bild: Túrelio | Wikimedia | CC BY 3.0

Förderbaustein Dachbegrünung

Diese geförderte Maßnahme kann mit anderen Bausteinen von »Klimafreundliche Wohngebäude der Stadt Münster« kombiniert werden: Auf dem Dach kann demnach eine Vegetation die Fotovoltaikanlage ergänzen – wodurch die bewilligte Fördersumme wächst. Die Richtlinie billigt Dachbegrünungen sowohl bei Sanierungen als auch bei Neubauten:

  • »Die Förderung umfasst die Begrünung von Dachflächen ab der Oberkante der Dachabdichtung mit Aufbau der Vegetationsschicht inklusive wurzelfester Abdichtung, Schutzvlies, Dränage-Elemente, Filtervlies und Substrat«.
  • »Gefördert werden bis zu 50 Prozent der als förderfähig anerkannten Kosten einer Maßnahme, höchstens jedoch 40 € je m2 gestalteter Dachfläche und 10.000 € pro Maßnahme/Liegenschaft«.
  • »Sofern der Höchstbetrag nicht überschritten wird, können mehrere Maßnahmen in einer Liegenschaft gefördert werden«.
Dachbegrünung vom Künstler Friedensreich Hundertwasser
Dachbegrünung von Friedensreich Hundertwasser Bild: Renate Oberinger | Wikimedia | CC BY 3.0

Antragsunterlagen zum Download

Kritische Anmerkungen von ENTECH

Synergie

  • Die entfallene Kopplung von Fotovoltaik und Dachsanierung ist zu bedauern . Sie konnte zusätzliche Anreize liefern.

iSFP

  • Die Richtlinienänderung hat leider Unklarheiten in einigen Begriffen nicht beseitigt: Es ist zum Beispiel nicht zu erkennen, in welcher Form der verlangte Beratungsbericht vorzulegen ist – leider übernimmt die Stadt Münster die undeutlichen Angaben zum individuellen Sanierungsfahrplan iSFP aus dem BAFA-Förderprogramm Energieberatung für Wohngebäude EBW. Tatsächlich können Bauherren bei der EBW nach wie vor zwischen einer ergebnisoffenen Analyse und der weniger flexiblen Variante iSFP wählen. Diese beiden Sorten des Berichts setzen unterschiedliche Prioritäten. Aber im Förderprogramm in Münster fehlt diese Differenzierung: Ob generell ein ausführlicher Beratungsbericht oder eher der standardisierte iSFP verlangt wird – das ist in der Richtlinie nicht zu erkennen. Beratungsbericht und iSFP scheinen gleich zu sein, was nicht der Realität entspricht. Offensichtlich wird aber in der Genehmigung beides gleichgesetzt und anerkannt.

Lüftungskonzept

  • Der Begriff “Lüftungskonzept” wird in der Richtlinie nach wie vor leider widersprüchlich benutzt. Eine Klarstellung wurde mit der Änderung zum 02.07.2021 nicht vorgenommen:
    Bei einer Sanierung fordert die Richtlinie
    a) für die Dämmung des Dachs oder der obersten Geschossdecke
    b) sowie für den Einbau neuer Fenster und Außentüren und
    c) nicht zuletzt für die Installation energiesparender Lüftungsanlagen: »Es ist ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 zu erstellen«. Dafür soll ein Bonus gezahlt werden: »Die Erstellung eines Lüftungskonzepts wird in Höhe von 50% des Rechnungsbetrags (inkl. Umsatzsteuer), maximal jedoch 500 Euro gefördert«.

Gemäß einer »Lüftungsnorm«, der DIN 1946-6 »Raumlufttechnik – Teil 6 Lüftung von Wohnungen …«, steht zu Beginn der Erstellung eines Lüftungskonzeptes die Frage nach der Notwendigkeit einer sogenannten »lüftungstechnischen Maßnahme«. Solche Maßnahmen können zum Beispiel sein: sogenannte »Fensterfalzlüfter« oder raumlufttechnische Anlagen (RLT), die ventilatorgestützt arbeiten. Die eigentliche vom Nutzer selbst geführte Lüftung über Fenster ist keine lüftungstechnische Maßnahme im Sinne dieser Norm und allenfalls als Ergänzung »bei Party« vorgesehen.

Wenn eine solche Prüfung ergibt, dass eine lüftungstechnische Maßnahme ergriffen werden soll, bedeutet dies nicht, dass diese auch umgesetzt werden muss. Denn weder ist die DIN 1946-6 eine Art gesetzliche Vorgabe noch ist dies bei der Fördermittelbeantragung bei der Stadt Münster erforderlich. Wenn lüftungstechnische Maßnahmen umgesetzt werden sollen, also Fensterfalzlüfter oder raumlufttechnische Anlagen, ist ein »Lüftungskonzept« zu erstellen: eine Ausführungsplanung der technischen Maßnahme (Volumenströme etc.) kann nach der Norm 1946-6 erfolgen.

Also bietet die Norm praktisch zwei Konzepte an:

  1. die Prüfung auf Notwendigkeit einer lüftungstechnischen Maßnahme
  2. die Ausführungsplanung der lüftungstechnischen Maßnahme = Lüftungskonzept.

Der erste Punkt muss bearbeitet werden und bei der Stadt Münster dem Antrag beigefügt werden, wenn Fensteraustausch oder Dachdämmung gefördert werden sollen und ist in der Regel als kostenlose Leistung in der Energieberatung enthalten. Zu einer Umsetzung wird man nicht verpflichtet! Der zweite Punkt wird von der Stadt Münster gefördert und ist erforderlich, wenn lüftungstechnischen Maßnahmen umgesetzt werden. Die Fachwelt ebenso wie die Richtlinie benutzten den Begriff »Lüftungskonzept« also unterschiedlich: Einerseits kann ein Lüftungskonzept zeigen, ob die Regeln zum Luftaustausch eingehalten werden und ob eine technische Anlage für Zu- und Abluft überhaupt notwendig ist. Andererseits kann ein Lüftungskonzept weiterführen, indem es die Ausführungsplanung einschließt.

Ohnehin sieht ENTECH die Vereinnahmung und die Reduzierung des Begriffs »Lüftungskonzept« durch die Norm 1946-6 kritisch.

Gerade hat im Mai 2021 ein Verbändebündnis aus Kammern von Architekten und Ingenieuren und weiteren Akteuren aus der Bau- und Immobilienwirschaft aus einer vorgelegten Studie zum Lüften im Wohnungsbau ein Merkblatt herausgegeben mit folgendem Inhalt:

»Beleuchtet werden die Grundlagen zum Lüften, das Bauordnungsrecht und weitere technische Regeln, die Auslegung der Luftvolumenströme, geeignete Lüftungssystem sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und haftungsrelevanten Aspekte beim Erstellen von Lüftungskonzepten. Zentrale Elemente der Studie und des Merkblatts sind eine Checkliste mit Bewertungskriterien für Wohnungslüftungssysteme und ein Schema zu den Vertragspflichten im Planungsablauf«. Quelle (dort auch Studie und Merkblatt).

Endlich wird hier von einer breiten Masse von Experten klargestellt, dass der Begriff »Lüftungskonzept« in der Baupraxis unterschiedlich genutzt wird und inhaltlich nicht an die DIN 1946-6 gekoppelt ist. Im Ergebnis können alle betrachteten Lüftungssysteme – von der manuellen Fensterlüftung bis zur ventilatorgestützten Lüftung, beispielsweise die zentrale Wohnungslüftung oder eine dezentrale Wohnungslüftung – zur Anwendung kommen. Die Entscheidung für oder gegen ein System zur Wohnraumlüftung obliegt dem Bestellenden, also Ihnen. Kernaussage: »Bis auf fensterlose Küchen, Bäder und Toilettenräume können zur Lüftung von Wohnräumen alle Lüftungssysteme inklusive der Fensterlüftung genutzt werden«. Ein selbstverständlicher Schwerpunkt im Rahmen der BAFA-geförderten und für die Antragsstellung notwendigen Energieberatung ist die Aufklärung und Beratung zur Lüftung, also ein »Lüftungskonzept«.

Nicht dass die Kritik missverstanden wird: Ausdrücklich empfiehlt ENTECH die Prüfung und Umsetzung lüftungstechnischer Maßnahmen, idealerweise Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Ebenso begrüßt ENTECH dann auch die qualitativ gute Ausführungsplanung und deren Förderung durch die Stadt Münster, gegebenenfalls auch nach DIN 1946-6. Aber eine normkonforme und die spezifische Nutzung vernachlässigende Prüfung auf Notwendigkeit einer lüftungstechnischen Maßnahme ist überflüssig und sollte nicht mehr zwingend verlangt werden. Weder ist das Ergebnis daraus bindend, noch lassen sich aus dieser eh technisch sehr schlicht gehaltenen Prüfung Sicherheiten oder Risiken ableiten in der einen oder anderen Richtung. Die Beratung zum richtigen Lüften (und Heizen) ist ein Schwerpunkt der durchgeführten Energieberatung.

Ausblick für Förderprogramm in Münster

  • Eine weitere Überarbeitung der Richtlinie ist mittelfristig angekündigt. Wir informieren Sie über die Entwicklung. Zudem zeigen wir Ihnen, wie Sie an die Fördermittel aus dem Programm »Klimafreundliche Wohngebäude der Stadt Münster« gelangen.
22Jun/21
Scheckiges Mauerwerk in Grau- und Brauntönen

Energieberater Gebäude (m/w/d)

Stellenangebotsbeschreibung:

Wir suchen engagierte und zuverlässige Mitarbeiter für unseren technischen Innendienst sowie im Außendienst in der Datenaufnahme und Ergebnispräsentation/Beratung.

Ihre Aufgaben:

  • Erstellung von Einsparkonzepten (Wohn- und Nichtwohngebäude)
  • Effizienzberatung beim Kunden vor Ort
  • Beratung zu Fördermitteln
  • energiewirtschaftliche Beratung von Kunden
  • Fördermittelberatung (KfW, BAFA)
  • Erstellung von Energetischen Nachweisen für Wohn- und Nichtwohngebäude
  • Ermittlung und Berechnung von Einsparungs- und Optimierungsmöglichkeiten
  • Erstellung bauphysikalischer Nachweise
  • Steuerung/Absprachen mit externen Ingenieur- und Architekturbüros

Wir bieten:

  • eine vielseitige und interessante Tätigkeit in einem Ingenieurbüro mittlerer Größe
  • regelmäßige Weiterbildungsmaßnahmen, Qualifizierungsmöglichkeiten für zahlreiche »Energieberaterzulassungen«
  • stadtnahen zentralen Arbeitsort und flexible Arbeitszeiten

Wir erwarten:

  • Fachwissen im Bereich Energieeffizienz und der Energieeinsparverordnung EnEV
  • technisches Studium oder Qualifikation als Techniker
  • alternativ Ausbildung zum Beispiel für Gebäudetechnik
  • gute EDV-Kenntnisse, vor allem in den MS-Office-Modulen Excel und Word sowie in Energiebilanz-Software
  • selbstständige, strukturierte und zielorientierte Arbeitsweise
  • idealerweise abgeschlossene Fortbildungen zum Energieberater (des Handwerks, BAFA) und gegebenenfalls Zulassungen zu den Programmen des BAFA und der KfW (Listung dena)
  • idealerweise erste Berufserfahrung in der Konzeption nachhaltiger Gebäude
  • Kommunikationsstärke und ausgeprägte Beratungskompetenz sowie Teamarbeitsfähigkeit

Bei Interesse freuen wir uns darauf, Sie kennen zu lernen.

  • wichtig in der Energieberatung: auch Spaß und Fähigkeit, sich neuen Themen zu widmen
  • KFZ-Führerschein und Bereitschaft für Dienstreisen: 30 Prozent in Münster, 60 Prozent im Umkreis 50 km, 10 Prozent bundesweit

Nehmen Sie bitte per E-Mail Kontakt auf mit Herrn Deppe: a.deppe@planungsbuero-entech.de

Ergänzende Informationen zu den Anforderungen an die Bewerber:

erweiterte Kenntnisse: Projektmanagement, technisches Verständnis, Finanzplanung, Büro- und Verwaltungsarbeiten

Sollte in diesem Text aus Gründen der Lesbarkeit oder ähnlichem die männliche Form gewählt worden sein, beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

22Jun/21
Gebläsetür

Werkstudenten und Praktikanten (m/w/d)

Wir suchen für alle Geschäftsbereiche Werkstudenten, Praktikanten etc. (Teilzeit, Minijob oder ähnliches). Tätigkeitsbeschreibungen finden Sie in unseren sonstigen Stellenbeschreibungen.

Insbesondere zur Unterstützung im Bereich Luftdichtheitsmessungen:

Luftdichtheitsprüfer (m/w/d) im Außendienst

Die Aufgabe ist die Unterstützung bei der Prüfung der Dichtheit von Gebäuden (Blower Door im Außeneinsatz; überwiegend NRW mit Schwerpunkt Münsterland) und gegebenenfalls auch Inneneinsatz (Auswertung etc.).

Sollte in diesem Text aus Gründen der Lesbarkeit oder ähnlichem die männliche Form gewählt worden sein, beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

09Feb/21
Anstecknadel NRW

Förderprogramm »progres.nrw – Markteinführung« geht 2021 weiter

Nach einer dreimonatigen Pause nimmt die Bezirksregierung Arnsberg für 2021 wieder Förderanträge für das landesweit geltende Programm »progres.nrw – Markteinführung« an: Seit 04.02.21 warten Zuschüsse für den Einsatz moderner Technik zum Klimaschutz. Freiberufler, Gemeinden, kommunale Einrichtungen, Privatpersonen und Unternehmen erhalten diese Zuwendungen für Maßnahmen zur Energieeffizienz.

Unterstützung über »progres.nrw – Markteinführung« ist möglich für:

  • Lüftungsanlagen und Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung
  • gewerbliche Anlagen zur Verwertung von Abwärme
  • thermische Solaranlagen
  • stationäre elektrische Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Fotovoltaikanlage – gefördert wird seit Mitte März 2020 der Batteriespeicher und das zum Betrieb erforderliche Batteriemanagementsystem
  • Wasserkraftanlagen
  • Wärmeübergabestationen
  • Biomasseanlagen in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage
  • Wärme- und Kältespeicher
  • Wärme- und Kältenetze
  • oberflächennahe Geothermie – Bohrungen und Erdwärmekollektoren
  • Anlagen, Maßnahmen und Studien, an denen besonderes Landesinteresse besteht
  • Wohngebäude im Passivhaus-Standard einschließlich Lüftungsanlagen
  • Wohngebäude im Drei-Liter-Haus-Standard einschließlich Lüftungsanlagen

Die Bezirksregierung Arnsberg als verantwortliche Behörde für ganz NRW weist darauf hin, dass die Vorschriften genau zu beachten sind. So darf ein Antragsteller erst loslegen, wenn er den Bewilligungsbescheid in Händen hält: Bereits der Vertragsabschluss über den Kauf oder die Installation einer Anlage markiert die zeitliche Grenze, sodass die Kunden eine Reihenfolge für ihre Entscheidungen festlegen sollten. Spätestens am 20. November 2021 muss der Förderantrag der Bezirksregierung Arnsberg vorliegen: Danach ruht »progres.nrw – Markteinführung« erneut für einige Wochen oder Monate.

Dabei gelten bis auf Weiteres folgende Anpassungen der Förderkonditionen:

  • Batteriespeicher – Nummer 2.4 der Richtlinie:
    Absenkung des Fördersatzes für Batteriespeicher von 200 auf 150 Euro je kWh, Das maximal zulässige Verhältnis der Leistung der Photovoltaikanlage in kWp zur Batteriespeicherkapazität in kWh beträgt 1 zu 3 statt 1 zu 2, Förderhöchstgrenze: 75.000 Euro
  • Wärmeübergabestationen – Nummer 2.6 der Richtlinie:
    Vereinheitlichung des Fördersatzes für Wärmeübergabestationen auf 1.000 Euro je Anlage (bisher 1.500 oder 1.000 Euro je nach Anlagengröße),
    Unternehmen sind wieder antragsberechtigt
  • Biomasseanlagen – Nummer 2.7 der Richtlinie:
    Absenkung des Fördersatzes für Kombikessel (Hybridkessel) und Holzhackschnitzelkessel von 1.250 auf 1.000 Euro je Anlage; im Neubau werden nur noch Pelletkessel mit Brennwerttechnik, sowie wassergeführte Pelletöfen und Holzvergaseröfen gefördert
  • Geothermie – Erdwärmekollektoren – Nummer 2.10 der Richtlinie:
    Absenkung des Fördersatzes für Erdwärmekollektoren von 3,25 auf 3 Euro (Neubau) bzw. 6,50 auf 6 Euro (Bestandsbau) je m²
  • Wohngebäude – Passivhaus-Standard und Wohngebäude im Drei-Liter-Haus-Standard – Nummern 2.12/2.13 der Richtlinie:
    Förderung des Gebäudestandards nur noch innerhalb des Landesprojekts „100 Klimaschutzsiedlungen“
    Ein Link für die Antragstellung für diese Fördergegenstände wird Ihnen auf Anfrage direkt zugesandt.

Andererseits erleichtert progres.nrw die Kostenplanung, zumal dieses Förderprogramm mit Mitteln vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA und von der KfW Bankengruppe kombiniert werden kann – so lange die Summe der Zuwendungen nicht die Ausgaben für das Projekt überschreitet. Außerdem ist eine Bagatellgrenze einzuhalten: Die Förderung nach progres.nrw entfällt, falls das Vorhaben weniger als 350 € kostet. Geld aus progres.nrw fließt lediglich für Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen. Eine Reparatur, Ersatzmaßnahme, Ersatzteilbeschaffung sowie eine gesetzlich vorgeschriebene oder behördlich angeordnete Maßnahme ist von dieser Förderung ausgeschlossen. Nichtprivate Antragsteller müssen Förderhöchstgrenzen der EU und De-minimis-Regeln einhalten.

In einer Pressemitteilung betrachtet das NRW-Wirtschaftsministerium das Förderprogramm als Erfolg: »Mit rund 25.000 Zuwendungsbescheiden und einer Gesamtfördersumme von 49,3 Millionen Euro konnten fast dreimal so viele Anträge und insgesamt mehr als doppelt so viele Fördermittel wie im Vorjahr bewilligt werden. « Das Ministerium nennt geothermische Bohrungen, Batteriespeicher, Wohnungslüftungsanlagen und solarthermische Anlagen als bisherige Schwerpunkte von »progres.nrw – Markteinführung«.

Das Planungsbüro ENTECH informiert gerne über die Details und die Hürden von »progres.nrw – Markteinführung«. Vorab bietet der praktische Förder.Navi der EnergieAgentur.NRW einen Überblick von Förderprogrammen des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen.

11Mai/20

BAFA Förderung »Heizen mit erneuerbaren Energien«

Seit Jahresbeginn gilt eine neue Richtlinie für die Förderung von »Heizen mit Erneuerbaren Energien«. Im Rahmen des sogenannten Marktanreizprogramms zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA Zuschüsse für Maßnahmen im Bereich Heiztechnik.

Die in den letzten Jahren etablierte Förderung von Heizungsmaßnahmen z.B. über das Programm KfW “Energieeffizient Sanieren” 151/152 bzw. 430 ist seit Jahresbeginn vom BAFA übernommen, erweitert und in den Zuschüssen wesentlich erhöht worden. Die wichtigsten Merkmale möchten wir Ihnen darstellen und wichtige Dokumente zur Verfügung stellen (siehe Seitenende). In Bestandsgebäuden werden folgende Anlagen gefördert:

  • Solarthermieanlagen
  • Biomasseanlagen
  • effiziente Wärmepumpenanlagen
  • Erneuerbare Energien Hybridheizungen (»EE-Hybride«)
  • Gas-Hybridheizungen

Wird für eine der oberen Anlagen eine Ölheizung ersetzt, wird zusätzlich über ein “Ölaustauschprämie” gefördert. Auch in Neubauten ist eine Förderung möglich, allerdings nicht für Gas-Hybridheizungen.

Welche Techniken werden nun wie gefördert?
Um an die Zuschüsse zu gelangen, sind technische Mindestanforderungen und weitere Rahmenbedingungen einzuhalten, die im Einzelfall zu prüfen sind. Dazu beraten wir gerne. Zudem müssen auch neue Bezeichnungen wie “Gashybrid” verstanden werden. Hier nur das Wichtigste zum Verständnis sowie die Fördersätze:
Solarthermieanlagen
sind Solarkollektoren, die warmes Wasser für die Brauchwarmwassererwärmung oder Heizungsunterstützung liefern.
Der Investitionskostenzuschuss beträgt 35 %.
Biomasseanlagen
sind z.B. Holzpellets- oder Holzhackschnitzelanlagen.
Der Investitionskostenzuschuss beträgt 35 %, bei einem Ölheizungstausch 45%.
Wärmepumpenanlagen
bereiten Umweltwärme auf. Meist werden diese mit Strom betrieben, selten mit Gas.
Der Investitionskostenzuschuss beträgt 35 %, bei einem Ölheizungstausch 45%.
Erneuerbare Energien Hybridheizungen (»EE-Hybride«)
stellen eine Kombination der oben gelisteten Techniken dar. Einen gemeinsamen Betrieb einer der Techniken Biomasse, Solar oder Wärmepumpe heißt „bivalentes System“.
Der Investitionskostenzuschuss beträgt 35 %, bei einem Ölheizungstausch 45%.
„Gas-Hybridheizungen“
sind normale Gasbrennwertheizungen, die mit einer erneuerbaren Wärmeerzeugung gekoppelt werden. Die häufigste Kombination ist die mit einer Solaranlage. „Renewable Ready“ bedeutet, dass eine Gasbrennwertheizung gefördert wird, wenn einer erneuerbaren Wärmeerzeugung innerhalb von 2 Jahren nachgerüstet wird.
Gefördert wird nur im Gebäudebestand, nicht im Neubau!
Der Investitionskostenzuschuss beträgt 30 %, bei einem Ölheizungstausch 40%, „Renewable Ready“ mit 20%.

Details zum Verfahren
Wer wird gefördert? Im Grunde genommen „alle“: Privatpersonen, Wohnungseigentürmergemeinschaften, Kommunen etc., freiberuflich Tätige, Unternehmen, sonstige … gemeinnützige …
Siehe dazu im Detail in der Richtlinie selber.
Die Antragstellung erfolgt grundsätzlich vor der Auftragserteilung und digital über ein Portal beim BAFA. Wichtig dabei: „Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen worden ist. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrags beim BAFA.“

Was sind förderfähige Kosten? Mehr als nur die Kosten für die eigentliche Anlage!
Dies ist detailliert in einem separaten Dokument des BAFA geregelt.

ACHTUNG: Wenn Für Ihre alte Heizung eine Austauschpflicht gem. Energieeinsparverordnung (EnEV) § 10 besteht, erhalten Sie keine Förderung. Vereinfacht ausgedrückt wird es in diesem Sinne kritisch, wenn Ihre Heizung älter als 30 Jahre ist. Es gibt dazu aber weitere (Ausnahme-) Regeln. Dazu beraten wir gerne.

Kombination mit weiteren Förderprogrammen
Die »Kumulation« – so die Förderfachsprache für die Kombinierbarkeit – mit weiteren Förderprogrammen ist zulässig. Die wichtigsten sind:

  • „Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153)
  • „Energieeffizient Sanieren“ – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167)

Nicht zulässig ist eine Kumulierung mit:

  • der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35 c Einkommenssteuergesetz)
  • „Energieeffizient Sanieren“ (151/152 bzw. 430). Dies war in Teilbereichen bis Ende 2019 möglich. Allerdings dürfen natürlich die Effizienzverbesserungen durch die Anlagen bei der Berechnung von Effizienzhauszielen berücksichtigt werden.

Das sind bei weitem noch nicht alle Programme, die bei der Altbausanierung, beim Neubau oder der Sanierung der Heizungsanlagentechnik in Frage kommen. Die Kumulierbarkeit ist zwar häufig möglich, folgt aber auch bestimmten Regeln. Im Rahmen von Energieberatungen werden Sie dazu ausführlich beraten, um Ihre Maßnahmen qualitativ und fördertechnisch zu optimieren.

Das sind z.B. für Gebäude in Münster:

  • Das „Proges“-Programm des Landes NRW mit Zuschüssen für diverse Anlagentechniken (zum Beispiel 90 €/qm Solarkollektorfläche)
  • Das neue Programm der Stadt Münster „Klimafreundliche Wohngebäude, ebenfalls mit Zuschüssen z.B. für Solarkollektoren etc.

Energieberatung
Für die eigentliche Antragsstellung benötigen Sie einige Unterlagen und Nachweise von Ihrem Fachunternehmer und vom Hersteller. Diese Details sowie viele andere Fördervoraussetzungen sind übersichtlich auf den Seiten des BAFA dargestellt. Eine Energieberatung oder einen sachverständigen Energieberater benötigen Sie bei diesem Programm nicht zwingend. Damit könnte die Sache erledigt sein und Sie erhalten hohe Zuschüsse.

Aber:

  • erreichen Sie damit das Optimum an Fördermitteln?
  • Ist die Anlage sinnvoll in das Gesamtgebäudesystem eingebunden?
  • Sind die Anlagenparameter korrekt ausgelegt?
  • Welche Heizungstechnik ist die passende?
  • Sollten vorher flankierende Dämmmaßnahmen durchgeführt werden?
  • Sind Sie hinreichend über die Betriebskosten einer neuen Anlage aufgeklärt? Bei Wärmepumpenanlagen beispielsweise können die Betriebskosten (Strom) höher sein als bei einer alten uneffizienten Ölheizungsanlage!

Ausgangspunkt sollte immer eine unabhängige Energieberatung sein. Wir erklären Ihnen gerne die Vorgehensweise. Für die Förderung durch das BAFA ist dies nicht zwingend notwendig, aber ohne fundierte Kenntnisse über Ihr Gebäude und Ihre Vorhaben ist keine Optimierung möglich. Das BAFA fördert die Beratung z.B. über die Programm Energieberatung Wohngebäude bzw. Nichtwohngebäude.

Hier stellen wir Ihnen wichtige prinzipielle Informationen zur Verfügung:

 

BAFA-Förderung 2020: Zuschusshöhen und Techniken
BAFA-Förderung 2020: Zuschusshöhen und Techniken
11Mai/20

Bürofachkraft (m/w/d)

Stellenangebotsbeschreibung:

Wir suchen einen/eine engagierte/n und zuverlässige/n Mitarbeiter/in für Büro- und Verwaltungstätigkeiten.

Ihre Aufgaben:

  • allgemeine Sachbearbeitung
  • Korrespondenz
  • Kundenbetreuung per E-Mail und Telefon
  • Terminmanagement
  • Abstimmung der Verwaltungsaufgaben mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • Rechnungswesen
  • Büroorganisation

Wir bieten:

  • vielseitige und interessante Tätigkeit in einem Ingenieurbüro mittlerer Größe
  • abwechslungsreiche Tätigkeit
  • verantwortungsvolle und langfristig angelegte Einstellung
  • stadtnahen zentralen Arbeitsort und flexible Arbeitszeiten

Wir erwarten:

  • Spaß im Umgang mit Menschen
  • idealerweise eine Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf
  • gute EDV-Kenntnisse, vor allem in den MS-Office-Modulen Word und Excel und Word sowie gegebenfalls Buchhaltungssoftware
  • selbstständige, strukturierte und zielorientierte Arbeitsweise
  • Kommunikationsstärke und Teamarbeitsfähigkeit
  • Bereitschaft, sich in Neues einzuarbeiten

Bei Interesse freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen.

Nehmen Sie bitte per E‑Mail Kontakt auf mit Herrn Deppe: a.deppe@planungsbuero-entech.de

Ergänzende Informationen zu den Anforderungen an die Bewerber:

Sollte in diesem Text aus Gründen der Lesbarkeit oder ähnlichem die männliche Form gewählt worden sein, beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

01Mai/20
Zeichnung vom Umriss der Innenstadt Münster

Münster verbessert Förderung Altbausanierung und Neubauten

In der Stadt Münster tritt mit Wirkung zum 1. Mai 2020 eine neues Förderprogramm »Klimafreundliche Wohngebäude der Stadt Münster« in Kraft. Die jährliche Gesamtfördersumme ist gegenüber den Vorjahren auf 4,5 Millionen € verzehnfacht worden. Seit 20 Jahren liegt der Schwerpunkt der städtischen Förderung auf der Altbausanierung. Nun begünstigt die Stadt Münster auch Neubauten und die Installation von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Damit wird das etablierte Förderprogramm »Energieeinsparung und Altbausanierung in der Stadt Münster« abgelöst und erweitert.

1. »Förderbaustein Altbausanierung«

Die etablierte Förderung von Dämmmaßnahmen über gestaffelte Zuschüsse pro Quadratmeter verbesserter Fläche der Gebäudehülle bleibt erhalten. Die Anforderungen an die Dämmqualitäten bleiben unverändert – ebenso Zuschläge für ökologische Dämmstoffe. Das Bonussystem für ganzheitliche Dämmmaßnahmen wird erweitert. Neu sind Förderungen im Bereich der Anlagentechnik wie Heizungsaustauchpauschalen oder die Förderung einer Fotovoltaikanlage bei gleichzeitiger Dachdämmung. Es werden nun auch neuere Gebäude gefördert: Diese müssen vor dem 1. Januar 2002 bezugsfertig gewesen sein – vorher galt der Stichtag 1. Januar 1995. Weggefallen ist die Größenbegrenzung auf Wohnflächen in Eigenheimen von unter 150 qm. Zusätzlich kann ein vorzeitiger Baubeginn nun genehmigt werden, sodass mit der Genehmigung keine Nachteile für die Fördermittel entstehen.

Die Kopplung an eine vorherige unabhängige Energieberatung bleibt ebenfalls bestehen: Es muss ein Gutachten nach den Kriterien der BAFA-Energieberatung für Wohngebäude erstellt werden.

Ebenso müssen bedarfsbasierte Energieausweise vor und nach der Sanierung vorgelegt werden.

Insgesamt entstehen dem Antragssteller nur geringe Kosten: Für ein typisches Einfamilienwohnhaus beträgt der zu tragende Eigenanteil etwa 350 €.

Anschlag auf Litfaßsäule für geförderte Altbausanierung Münster
Münster wirbt für geförderte Altbausanierung

Ebenso müssen bedarfsbasierte Energieausweise vor und nach der Sanierung vorgelegt werden.

Insgesamt entstehen dem Antragssteller nur geringe Kosten: Für ein typisches Einfamilienwohnhaus beträgt der zu tragende Eigenteil etwa 350 €.

Gefördert werden (Auszüge):

  • Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke
  • Einbau neuer Fenster und Außentüren
  • Außenwanddämmung
  • Kerndämmung
  • Innenwanddämmung
  • Dämmung der Kellerdecke oder des untersten Geschossbodens
  • Heizungsaustausch
  • Einbau energiesparender Lüftungsanlagen
  • Einen Bonus gibt es für den Einsatz ökologischer oder umweltfreundlicher Dämmstoffe
  • Ebenfalls gibt es einen Bonus bei »ganzheitlicher Gebäudedämmung«
  • Ein Lüftungskonzept, eine Luftdichtheitsmessung und »die Optimierung des Heizungssystems über die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs« werden ebenfalls bezuschusst.

2. »Förderbaustein Effizienz im Neubau«

Große Veränderungen gibt es bei dem Förderbaustein Neubau. Die bisherige Förderung der energetischen Qualitätssicherung wurde auf 1100 € verdoppelt. Zusätzlich gibt es nun eine Förderung in Höhe von 21000 € für ein Ein- und Zweifamilienhaus oder 10000 € je Wohneinheit, maximal jedoch 40000 € je Gebäude. Dazu muss der Transmissionswärmeverlust des Neubaus die Vorgaben der Energieeinsparverordnung EnEV um mindestens 40 Prozent unterschreiten. In der KfW-Sprache würde dies ein Energieeffizienzhaus 45 darstellen, aber nur in Bezug auf den H’T (“Spezifischer Transmissionswärmeverlustkoffeffizient” = Mittelwert für die Dämmqualität der Gebäudehülle inkl. der Wärmebrücken), nicht den QP (“Primärenergiebedarf” = Umweltbelastung durch die Verwendung von Energie für Heizen und Brauchwarmwasser). Eine Kumulation mit Fördermitteln der KfW ist ausdrücklich nicht möglich.

Wenn das Land Nordrhein-Westfalen einem Haushalt Wohnraumförderung für ein neues Eigenheim bewilligt, gibt es einen weiteren Zuschuss von 4000 €.

3. »Förderbaustein Erneuerbare Energien«

Bisher wurden in der Richtlinie lediglich Fotovoltaikanlagen mit stationären Batteriespeichersystemen gefördert.

Nun soll auch der sinnvolle Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung und der Ausbau der Fotovoltaik in Bereichen, in denen die Förderung nach Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG nicht gut greift, vermehrt angestossen werden.

Die Maßnahmen sind sowohl an bestehenden als auch an neu zu errichtenden Gebäuden förderfähig.

Anschlag auf Litfaßsäule für geförderte Fotovoltaik in Münster
Münster fördert Fotovoltaikanlagen

Nun soll auch der sinnvolle Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung und der Ausbau der Fotovoltaik in Bereichen, in denen die Förderung nach Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG nicht gut greift, vermehrt angestossen werden.

Die Maßnahmen sind sowohl an bestehenden als auch an neu zu errichtenden Gebäuden förderfähig.

Kombination mit weiteren Förderprogrammen

Die »Kumulation« – so die Förderfachsprache für die Kombinierbarkeit – mit vielen weiteren Förderprogrammen ist zulässig. Die wichtigsten sind:

  • »Energieeffizient Sanieren« der KfW (151/152 oder 430) mit Tilgungszuschüssen/Zuschüssen ab 20 Prozent
  • »Erneuerbare Energien« vom BAFA mit Zuschüssen von 20 Prozent bis 45 Prozent
  • »Proges« des Landes NRW mit Zuschüssen für diverse Anlagentechniken (zum Beispiel 90 €/qm Solarkollektorfläche)

Das sind bei weitem noch nicht alle Programme, die bei der Altbausanierung, beim Neubau oder der Sanierung der Heizungsanlagentechnik in Frage kommen. Die Kumulierbarkeit ist zwar häufig möglich, folgt aber auch bestimmten Regeln. Im Rahmen von Energieberatungen werden Sie dazu ausführlich beraten, um Ihre Maßnahmen qualitativ und fördertechnisch zu optimieren.

Energieberatung ist wichtig

Ausgangspunkt sollte immer eine Energieberatung sein. Wir erklären Ihnen die Vorgehensweise und die Förderung unsere Leistungen. Für die Förderung durch die Stadt Münster ist diese zwingend notwendig, und die KfW empfiehlt die vorherige Energieberatung ebenfalls. Ohne fundierte Kenntnisse über Ihr Gebäude und Ihre Vorhaben, die mit der Beratung erlangt werden, ist keine Optimierung möglich.

Das Planungsbüro ENTECH erläutert gerne die Richtlinie. Einen ersten Überblick, der auch die Veränderungen gegenüber der alten Richtlinie übersichtlich darstellt, finden Sie hier in der Gegenüberstellung.

Als zertifizierte Experten für Energieeffizienz leiten wir Sie durch das Antragsverfahren und leisten die Energieberatung, die teils in diesem Förderprogramm zwingend vorgeschrieben ist.

Hier stellen wir Ihnen wichtige Antragsunterlagen zur Verfügung:

Gegenüberstellung der alten und neuen Richtlinie
Übersichtliche Gegenüberstellung der alten und neuen Richtlinie