Beiträge zum Schlagwort: Effizienzhaus

20Okt/20
Paragrafenzeichen vor Mauer

Gebäudeenergiegesetz GEG und KfW Förderung

Das Energieeinspargesetz EnEG, die Energieeinsparverordnung EnEV und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz EEWärmeG fließen am 1. November 2020 in einem neuen Gesetz zusammen: An diesem Stichtag löst das Gebäudeenergiegesetz GEG die bisherigen drei Bestimmungen ab. Die KfW hat allerdings angekündigt, die Förderung im Segment »Energieeffizient Bauen und Sanieren« erst in den nächsten Monaten anzupassen.

Übergangszeit

In der Übergangszeit ab November können Antragsteller wählen, ob sie ihre Nachweise für Effizienzgebäude lieber nach den bisherigen Vorschriften der EnEV oder nach den künftigen Regeln vom GEG vorlegen. Allerdings müssen sie bei ihren Bauanträgen ausschließlich das GEG befolgen, denn die EnEV erlischt mit Ablauf des Monats Oktober und betrifft nur noch Altfälle. Die KfW wendet nach wie vor die EnEV an, sofern der Bauherr nicht das GEG bevorzugt. Bis 31. Oktober gilt ausschließlich die EnEV beim Online-Antrag (OA) oder bei der Bestätigung zum Antrag (BzA). Die KfW überarbeitet ihre Merkblätter, technischen Mindestanforderungen und weitere Dokumente bis voraussichtlich Mitte 2021. Ohnehin plant die Bundesregierung, die Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung demnächst zu reformieren.

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Webinar zum GEG von Architects for Future

Geltung

Das GEG gilt für die meisten beheizten oder klimatisierten Gebäude. Wie die EnEV legt das GEG die Grenzwerte für die Gebäudehülle fest. Das Gesetz betrifft auch die technischen Einrichtungen für Beleuchtung, Heizung, Kühlung, Lüftung und Warmwasserbereitung. Diese Anlagen beeinflussen wiederum den Energiehaushalt des Gebäudes. So geht etwa der Stromverbrauch dieser Geräte in die Berechnung ein – zum Beispiel bei Heizkesseln, Heizungspumpen und Reglern. Ebenso muss das betroffene Gebäude die Vorgaben zum Luftaustausch und zur Vermeidung von Wärmebrücken erfüllen.

Sanierung mit Dämmung und rotem Klinker
Grenzwerte für Gebäudehülle

Kontinuität und Änderungen

Was bleibt von der bisherigen Rechtslage? Und was ändert sich?

  • Einheitliche Regeln
    Nach Ansicht der Bundesarchitektenkammer vereinfacht das GEG nicht die Vorschriften. Das Bundesinnenministerium nennt hingegen das GEG ein »modernes Gesetz« und meint: »Es wird ein einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäude und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden geschaffen«.
  • Niedrigstenergiegebäude
    Deutsches Recht übernimmt jetzt eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates aus dem Jahr 2010. Danach müssen alle neuen Gebäude als sogenannte Niedrigstenergiegebäude entstehen. Dieser Standard wirkt sich in der Praxis nicht aus. Die Bundesregierung verzichtet auf weitere Anpassungen: Die bisherigen Anforderungen an das KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder 40Plus liegen bereits höher als die Ansprüche an ein Niedrigstenergiegebäude, erläutert die Verbraucherzentrale: »Dabei hat ein KfW-Effizienzhaus 55 einen um 45 Prozent geringeren Bedarf an Primärenergie als ein Referenzgebäude nach dem Gebäudeenergiegesetz. Das KfW-Effizienzhaus 40 verbraucht noch weniger Energie«.
  • Entwicklung der Vorschriften
    Die Vorschriften werden derzeit nicht verschärft. Aber §9 GEG kündigt eine Überprüfung für das Jahr 2023 an. Für 2024 ist mit einem Gesetzesvorschlag »unter Wahrung des Grundsatzes der Technologieoffenheit« und »Bezahlbarkeit des Bauens und Wohnens« zu rechnen.
  • KfW Förderung entfällt bei Mindeststandards
    Die KfW fördert keinen Neubau, der lediglich die Mindeststandards nach GEG erfüllt.
  • Modellgebäudeverfahren
    Das Modellgebäudeverfahren erleichtert die Planung neuer Wohngebäude. Mitunter aufwändige und teure Extraberechnungen entfallen. Dazu legt das GEG die Anforderungen an den Wärmeschutz und zehn unterschiedliche Heizungsanlagen fest – solche Werte hat die EnEV nicht aufgeführt. Abhängig von den Varianten sind die verlangten Standards für Dämmung zu erkennen.
  • Erneuerbare Energien
    Bei Gebäuden der Öffentlichen Hand mit energetischem Renovierungsbedarf und generell bei Neubauten existiert schon die Pflicht, erneuerbare Energien zu nutzen oder Ersatzmaßnahmen zu realisieren. Künftig stehen weitere Alternativen etwa zur Solarthermie oder zu Wärmepumpen bereit: Biogas, Biomethan oder biogenes Flüssiggas in einem Brennwertkessel bei einem Deckungsanteil von mindestens 50 Prozent bieten die Chance, dieser Bestimmung zu folgen. Die Vorgaben lassen sich ebenso durch Nutzung von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien einhalten.
  • Primärenergiefaktoren
    Nach wie vor entscheidet der Jahresbedarf an Primärenergie, wie energieeffizient ein Gebäude ist. Dabei enthält die Primärenergie sämtliche Anteile für die Bereitstellung von Energie – vom Abbau der notwendigen Rohstoffe über den Transport bis zum Einsatz am Schluss. Nun regelt das GEG die Primärenergiefaktoren, die nahezu vollständig aus der Tabelle der DIN V 18599-1 stammen. Bauherren und Eigentümer verstehen leichter als früher die Berechnung des Primärenergiebedarfs.
  • Innovationsklausel
    §103 GEG enthält vorübergehende Ausnahmeregeln. Dieser Paragraf erlaubt häufig, die energetischen Anforderungen nicht durch den Nachweis zur Primärenergie zu erfüllen: Sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen können die Emissionen an Treibhausgasen und der zulässige Jahresbedarf an Endenergie als entscheidende Größen angesetzt werden. Die Innovationsklausel in diesem Abschnitt vom GEG unterstützt außerdem den Zusammenschluss von Bauherren und Eigentümern: Bei bestehenden Gebäuden können sie gemeinsam die Anforderungen innerhalb ihres Quartiers erfüllen. Bei Sanierungen bis Ende 2025 reicht es, dass die Mehrheit der Gebäude im Quartier insgesamt die Bedingungen einhält – sofern die beteiligten Bauherren und Eigentümer geschlossen die Maßnahmen vereinbart haben. Zusätzlich ermöglicht §107 GEG eine gemeinsame Wärmeversorgung im Quartier.
  • Öl- und Kohleheizungen
    Das GEG erschwert den Einbau von Öl- und Kohleheizungen ab 2026. Ohnehin ist spätestens nach 30 Jahren der Betrieb nicht mehr zulässig – abgesehen von Ausnahmen wie Niedertemperatur-Heizkesseln oder Brennwertkesseln.
  • Energieausweis
    Energieausweise für Gebäude müssen demnächst Angaben über die Emissionen von Kohlendioxid enthalten: Diese Zahlen resultieren aus dem Primärenergiebedarf oder Primärenergieverbrauch. Neue Mieter oder Käufer einer Immobilie erhalten demnach zusätzliche Informationen über die Klimawirkung.

KfW Förderprogramme

KfW Hauptgebäude
KfW Hauptsitz in Frankfurt am Main

Obwohl die KfW ihre Förderprogramme verzögert an das GEG angleicht, entsteht keine Förderlücke. Bauherren und Eigentümer genießen sogar Wahlfreiheit bei der Bilanzierung und den Nachweisen für Effizienzgebäude. Allerdings beurteilt das Online-Tool für die BzA manchmal die Daten nach GEG als unplausibel. Diese seltenen Fälle erzwingen eine Berechnung nach EnEV. Spätestens mit der Überarbeitung der Förderunterlagen verschwinden diese zeitweiligen Probleme. Die Umstellung betrifft die Programme:

  • 153 (Kredit) »Energieeffizient Bauen«
  • 431 (Zuschuss) »Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung«
  • 433 (Zuschuss) »Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle«
  • 151, 152 (Kredit) »Energieeffizient Sanieren – Kredit«
  • 430 (Zuschuss) »Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss«
  • 167 (Kredit) »Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit«
14Feb/20
Mehrfamilienhaus mit Sanierungsbedarf

BAFA Zuschüsse steigen für Energieberatung Wohngebäude

Unter dem Strich werden Energieberatungen für Wohngebäude günstiger etwa für Eigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften und Pächter: Die Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (EBW) ist zum 1. Februar gestiegen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA erhöht den Zuschuss für Energieberatungen bei Wohngebäuden (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan) von 60 Prozent auf 80 Prozent des anfallenden Honorars vom Energieberater.

Für ein Einfamilien- oder Zweifamilienhaus liegt die Obergrenze bei 1300 €: Damit fließen bis zu 500 € mehr für diese Art der Förderung. Ab drei Wohneinheiten unterstützt das BAFA die Energieberatung mit maximal 1700 € statt bisher 1100 €.

Wenn der qualifizierte Energieberater den Bericht und einen zugehörigen Sanierungsfahrplan auf einer Wohnungseigentümerversammlung erläutert, bietet das BAFA eine einmalige Zuwendung von höchstens 500 €. Diese Präsentation soll den Eigentümern helfen, ihre unterschiedlichen Interessen miteinander abzustimmen und die passende Modernisierung ihres Wohngebäudes zu vereinbaren.

Der Eigenanteil für die Energieberatung kann durch zusätzliche Förderungen von Kommunen oder Bundesländern auf zehn Prozent des Honorars schrumpfen – dieser Rest ist immer aus eigener Tasche zu zahlen.

Damit das BAFA die Förderung genehmigt, muss das Wohngebäude in Deutschland liegen und der Bauantrag vor mindestens zehn Jahren gestellt worden sein – damit ersetzt der neue Zeitrahmen die bislang feste Datumsgrenze des Bauantrags 31. Januar 2002. Zudem müssen Kleine und Mittlere Unternehmen KMU die Leistungen für die Energieberatung auf ihre sogenannten De-Minimis-Beihilfen anrechnen lassen. Größere Unternehmen nach EU-Definition sind von dieser Förderung ausgeschlossen. Hingegen können Einrichtungen für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke ebenso die Vor-Ort-Beratung nutzen.

Nach dem Auftrag für die Vor-Ort-Beratung stellt der Energieberater den Förderantrag im Namen des Kundens, auf den also kein zusätzlicher Stress durch Formulare wartet. Die Abrechnung läuft ähnlich unbürokratisch: Eine Vorleistung für das Gesamthonorar entfällt – es ist lediglich der Eigenanteil zu überweisen. Der Energieberater erhält den Zuschuss direkt vom BAFA, nachdem er seine Aufgaben erledigt hat.

Sanierungsbedürftiges Zweifamilienhaus mit Flecken und Algenbewuchs auf dem hellen Putz
Vor-Ort-Beratung liefert Hinweise für sinnvolle Sanierung

Die Vor-Ort-Beratung geht weit über die Erhebungen für einen Energieausweis hinaus: Sie führt zu detaillierten Informationen und Vergleichsmöglichkeiten, um den Energieverbrauch nachvollziehen und bewerten zu können. Auf Basis einer umfassenden Bestandsaufnahme erfährt der Kunde, wie er sein Wohngebäude in ein KfW-Effizienzhaus umgestalten kann. Alternativ kann er einen individuellen Sanierungsfahrplan zur Optimierung der Energieeffizienz erhalten – mit diesen Vorschlägen lassen sich sinnvolle Maßnahmen zur energetischen Sanierung Schritt für Schritt erledigen.

Die Vor-Ort-Beratung hilft, kein Geld für ineffziente Arbeiten am Wohngebäude zu verschwenden. Dabei weist der Energieberater auf KfW-Förderprogramme etwa zur Sanierung (besonders Programme 151 und 430) oder zur qualitätssichernden Baubegleitung hin. Bei der Baubegleitung (Programm 431) übernimmt die KfW bis zu 4000 € von der Hälfte der Kosten eines Experten für Energieeffizienz.

Indes existiert keine Pflicht, anschließend die vorgeschlagenen Maßnahmen durchzuführen. Doch wenn der Bauherr Zuschüsse oder Kredite für solch ein Vorhaben beansprucht, empfiehlt die KfW eine Vor-Ort-Beratung für den Einstieg in das Projekt. Ohnehin ist zum Beispiel in Münster diese Energieberatung für Wohngebäude vorgeschrieben, damit die Stadt weitere Zuschüsse bewilligt.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: Zusammen mit Ihnen erstellen wir den Fahrplan zu effizienten Maßnahmen und optimalen Fördermitteln.

10Dez/19
Blick auf die eingerüstete Baustelle

Rundgang über Sanierungsbaustelle

Aus der Ankündigung der Stadt Münster:

Vom Altbau zum Effizienzhaus – diese Wandlung erlebt gerade ein 65-jähriges Mehrfamilienhaus im Mauritz-Viertel in Münster. Alles Wissenswerte über die einzelnen Sanierungsschritte, das Energiekonzept sowie die Nutzung von Fördermitteln (städtisches Förderprogramm »Energieeinsparung und Altbausanierung« und KfW-Bank) erfahren Interessierte bei einem Rundgang am Dienstag, 10. Dezember, 15 Uhr. Vor Ort stehen Energieberater, Vertreter der Stadt Münster und der Bauherr als Ansprechpartner zur Verfügung.

Drei Personen vor dem eingerüsteten Mehrfamilienhaus: Von links Andreas Deppe vom Planungsbüro ENTECH, Nadine Somberg von der Stadt Münster und der Bauherr

Energieberater Andreas Deppe (v.l.), Nadine Somberg von der Stadt Münster und der Bauherr

Bei dem vorgestellten Objekt wurden bereits umfangreiche energetische Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Die alten Fenster wurden gegen neue mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung ausgetauscht.

Die Außenwände und das Dach wurden mit ökologischen Materialien saniert. Die Kellerdecken wurden gedämmt und die alte Ölheizung durch eine moderne Holzpellet-Anlage ersetzt.

Nach der Sanierung wird der hohe energetische Standard eines »KfW Effizienzhauses 70« angestrebt.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung zum Rundgang gebeten: E-Mail: klimaschutz@stadt-muenster.de, Telefon 02 51 / 4 92 67 25. Bei dieser Gelegenheit wird auch der Treffpunkt bekannt gegeben.

Der Rundgang ist Bestandteil der Aktionsreihe “Bauen und Sanieren”, mit der die Stadt in diesem Jahr für klimafreundliches und energiesparendes Bauen und Sanieren wirbt.

Weitere Informationen hierzu und zum Thema Klimaschutz gibt es im Internet unter www.klima.muenster.de.

06Dez/19
Blick auf die eingerüstete Baustelle

ENTECH und Stadt Münster zeigen Baustelle für Sanierung

Nadine Somberg von der Stadt Münster und Andreas Deppe vom Planungsbüro ENTECH zeigen interessierten Bürgern die Baustelle der Sanierung eines Mehrfamilienhauses: Zusammen mit dem Bauherrn führen sie die Besucher durch das Gebäude in Münster Mauritz. Am Dienstag, dem 10. Dezember, können die Gäste die Verwandlung von einem 65 Jahre alten Wohngebäude in ein Effizienzhaus verfolgen. Sie erhalten Informationen über das Energiekonzept, die Sanierungsschritte und die Ergänzung der KfW-Förderung durch städtische Unterstützung im Programm »Energieeinsparung und Altbausanierung«.

Anmeldung unter klimaschutz@stadt-muenster.de oder Tel. 0251 4926725 – dann erfahren die Teilnehmer, wo die Besichtigungstour um 15 Uhr startet. Der Rundgang gehört zur Aktionsreihe »Bauen und Sanieren«, mit der die Stadt Münster für klimafreundliches und energiesparendes Bauen und Sanieren wirbt. Mehr dazu unter Münster – Unser Klima 2050.

Drei Personen vor dem eingerüsteten Mehrfamilienhaus: Von links Andreas Deppe vom Planungsbüro ENTECH, Nadine Somberg von der Stadt Münster und der Bauherr
Energieberater Andreas Deppe (v.l.), Nadine Somberg von der Stadt Münster und der Bauherr

Nadine Somberg, Energieberater Andreas Deppe und der Bauherr erläutern die bisherigen Schritte der energetischen Sanierung. So ersetzen Fenster mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung ihre veralteten und defekten Vorgänger. Außerdem sind die Außenwände und das Dach mit ökologischen Materialien optimiert worden. Die eingerichtete Dämmung der Kellerdecken erhöht den Wohnkomfort und senkt die Energiekosten. Die schmutzige Ölheizung ist verschwunden: An ihrer Stelle erzeugt eine moderne Holzpellet-Anlage die notwendige Wärme. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll das Haus den energetischen Standard eines »KfW Effizienzhauses 70« erreichen.

16Jul/19

Vorbildlicher energetischer Neubaustandard für Mehrfamilienhäuser

Informativer Rundgang am 16. Juli im Erphoviertel / Anmeldung notwendig

Interessante Informationen zum Thema “Energieeffiziente Neubauten” erhalten Interessierte bei einem Rundgang am Dienstag, 16. Juli, 16 Uhr, zu dem die Koordinierungsstelle für Klima und Energie einlädt. Vorgestellt werden drei im Jahr 2015 erbaute Mehrfamilienhäuser im Erphoviertel, die sich durch einen vorbildlichen energetischen Baustandard auszeichnen (KfW Effizienzhaus 55). Bei dem Rundgang stehen Energieberater, Architekten, Vertreter der Stadt Münster und des Bauherrn “Wohnungsverein Münster von 1893” als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Mehrfamilienhäuser bieten Platz für jeweils vier Wohneinheiten. Weitere Wohneinheiten wurden im hinteren Grundstücksbereich in zwei 100 Jahre alten Mehrfamilienhäusern geschaffen. Die Außenwände der Neubauten bestehen aus einem zweischaligen Mauerwerk mit einer Mineralwolle-Dämmung und einer Klinkerfassade. Es wurden Wärmebrücken-Detaillösungen entwickelt und optimiert und es ist ein Luftdichtheitstest durchgeführt worden. Das Baugebiet verfügt über einen Fernwärmeanschluss. Abstellplätze für Autos und Fahrräder stehen in einer Tiefgarage zur Verfügung.Mehrfamilienhäuser Erphoviertel

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung zu dem Rundgang gebeten: E-Mail: klimaschutz@stadt-muenster.de, Telefon 02 51/4 92 67 25. Dann wird auch der Treffpunkt bekannt gegeben.

Der Rundgang ist Bestandteil der Aktionsreihe “Bauen und Sanieren”, mit der die Stadt in diesem Jahr für klimafreundliches und energiesparendes Bauen und Sanieren wirbt. Weitere Informationen hierzu und zum Thema Klimaschutz gibt es im Internet unter www.klima.muenster.de.

Foto: Über energieeffiziente Neubauten informieren vor Ort (v.l.) Architekt Christoph Thiel,  Bernd Sturm (Wohnungsverein Münster von 1893), Nadine Somberg (Stadt Münster) und Energieberater Andreas Deppe.

01Apr/18

Kongressteilnehmer streben nach höherer Energieeffizienz von Gebäuden

Referenten aus Wissenschaft und Praxis haben auf einem Kongress Ende März über Energieeffizienz von Gebäuden geredet: Die Gesellschaft für Rationelle Energieverwendung e.V. (GRE) und das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. haben gemeinsam die Tagung zum 40. Geburtstag der GRE organisiert. Unter dem Motto: »40 Jahre Gebäudeenergieeffizienz – vom Mindestwärmeschutz zum Plusenergiehaus« hat die Zusammenkunft in Kassel rund 150 Teilnehmer angezogen, wie eine Pressemitteilung vom DEN informiert, dessen Ziele ENTECH als Mitglied trägt.

Dipl.-Ing. Jürgen Lange vom DEN kritisierte auf der Konferenz, dass ein Berufsbild für die Energieberatung nach wie vor fehle: Der Landessprecher NRW erläuterte passende Vorschläge des Netzwerkes und verlangte dabei die Einführung einer Honorarordnung.

Fortsetzung

31Mrz/18

Münsteraner Energieberater fordern höhere Standards für Wärmedämmung

In Münster streiten Politiker verschiedener Parteien mit Experten über die Anforderungen an den Wärmedämmstandard von Gebäuden. Der Klimabeirat verlangt schärfere Anforderungen für Neubauten auf städtischem Boden und auf Grundstücken, die von der Stadt verkauft worden sind. Hingegen fordert u.a. die SPD-Ratsfraktion, alle städtischen Vorgaben für die Wärmedämmung zu streichen und künftig lediglich die schwächeren Bestimmungen der EU zu befolgen. Ähnlich positioniert sich auch die FDP dazu. Fortsetzung