Beiträge zum Schlagwort: Effizienzhaus

14Feb/20
Mehrfamilienhaus mit Sanierungsbedarf

BAFA Zuschüsse steigen für Energie­beratung Wohn­ge­bäude

Unter dem Strich werden Ener­gie­be­ra­tungen für Wohn­ge­bäude güns­tiger etwa für Eigen­tümer, Wohnungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaften und Pächter: Die Bundes­för­de­rung für Energie­beratung für Wohn­ge­bäude (EBW) ist zum 1. Februar gestiegen. Das Bundesamt für Wirt­schaft und Ausfuhr­kon­trolle BAFA erhöht den Zuschuss für Ener­gie­be­ra­tungen bei Wohn­ge­bäuden (Vor-Ort-Bera­tung, indi­vi­du­eller Sanie­rungs­fahr­plan) von 60 Prozent auf 80 Prozent des anfal­lenden Hono­rars vom Ener­gie­be­rater.

Für ein Einfa­mi­lien- oder Zwei­fa­mi­li­en­haus liegt die Ober­grenze bei 1300 €: Damit fließen bis zu 500 € mehr für diese Art der Förde­rung. Ab drei Wohn­ein­heiten unter­stützt das BAFA die Energie­beratung mit maximal 1700 € statt bisher 1100 €.

Wenn der quali­fi­zierte Ener­gie­be­rater den Bericht und einen zuge­hö­rigen Sanie­rungs­fahr­plan auf einer Wohnungs­ei­gen­tü­mer­ver­samm­lung erläu­tert, bietet das BAFA eine einma­lige Zuwen­dung von höchs­tens 500 €. Diese Präsen­ta­tion soll den Eigen­tü­mern helfen, ihre unter­schied­li­chen Inter­essen mitein­ander abzu­stimmen und die passende Moder­ni­sie­rung ihres Wohn­ge­bäudes zu verein­baren.

Der Eigen­an­teil für die Energie­beratung kann durch zusätz­liche Förde­rungen von Kommunen oder Bundes­län­dern auf zehn Prozent des Hono­rars schrumpfen – dieser Rest ist immer aus eigener Tasche zu zahlen.

Damit das BAFA die Förde­rung geneh­migt, muss das Wohn­ge­bäude in Deutsch­land liegen und der Bauan­trag vor mindes­tens zehn Jahren gestellt worden sein – damit ersetzt der neue Zeit­rahmen die bislang feste Datums­grenze des Bauan­trags 31. Januar 2002. Zudem müssen Kleine und Mitt­lere Unter­nehmen KMU die Leis­tungen für die Energie­beratung auf ihre soge­nannten De-Minimis-Beihilfen anrechnen lassen. Größere Unter­nehmen nach EU-Defi­ni­tion sind von dieser Förde­rung ausge­schlossen. Hingegen können Einrich­tungen für gemein­nüt­zige, mild­tä­tige oder kirch­liche Zwecke ebenso die Vor-Ort-Bera­tung nutzen.

Nach dem Auftrag für die Vor-Ort-Bera­tung stellt der Ener­gie­be­rater den Förder­an­trag im Namen des Kundens, auf den also kein zusätz­li­cher Stress durch Formu­lare wartet. Die Abrech­nung läuft ähnlich unbü­ro­kra­tisch: Eine Vorleis­tung für das Gesamt­ho­norar entfällt – es ist ledig­lich der Eigen­an­teil zu über­weisen. Der Ener­gie­be­rater erhält den Zuschuss direkt vom BAFA, nachdem er seine Aufgaben erle­digt hat.

Sanierungsbedürftiges Zweifamilienhaus mit Flecken und Algenbewuchs auf dem hellen Putz
Vor-Ort-Bera­tung liefert Hinweise für sinn­volle Sanie­rung

Die Vor-Ort-Bera­tung geht weit über die Erhe­bungen für einen Ener­gie­aus­weis hinaus: Sie führt zu detail­lierten Infor­ma­tionen und Vergleichs­mög­lich­keiten, um den Ener­gie­ver­brauch nach­voll­ziehen und bewerten zu können. Auf Basis einer umfas­senden Bestands­auf­nahme erfährt der Kunde, wie er sein Wohn­ge­bäude in ein KfW-Effizienz­haus umge­stalten kann. Alter­nativ kann er einen indi­vi­du­ellen Sanie­rungs­fahr­plan zur Opti­mie­rung der Ener­gie­effi­zienz erhalten – mit diesen Vorschlägen lassen sich sinn­volle Maßnahmen zur ener­ge­ti­schen Sanie­rung Schritt für Schritt erle­digen.

Die Vor-Ort-Bera­tung hilft, kein Geld für ineff­zi­ente Arbeiten am Wohn­ge­bäude zu verschwenden. Dabei weist der Ener­gie­be­rater auf KfW-Förder­pro­gramme etwa zur Sanie­rung (beson­ders Programme 151 und 430) oder zur quali­täts­si­chernden Baube­glei­tung hin. Bei der Baube­glei­tung (Programm 431) über­nimmt die KfW bis zu 4000 € von der Hälfte der Kosten eines Experten für Ener­gie­effi­zienz.

Indes exis­tiert keine Pflicht, anschlie­ßend die vorge­schla­genen Maßnahmen durch­zu­führen. Doch wenn der Bauherr Zuschüsse oder Kredite für solch ein Vorhaben bean­sprucht, empfiehlt die KfW eine Vor-Ort-Bera­tung für den Einstieg in das Projekt. Ohnehin ist zum Beispiel in Münster diese Energie­beratung für Wohn­ge­bäude vorge­schrieben, damit die Stadt weitere Zuschüsse bewil­ligt.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: Zusammen mit Ihnen erstellen wir den Fahr­plan zu effi­zi­enten Maßnahmen und opti­malen Förder­mit­teln.

10Dez/19
Blick auf die eingerüstete Baustelle

Rund­gang über Sanie­rungs­bau­stelle

Aus der Ankün­di­gung der Stadt Münster:

Vom Altbau zum Effizienz­haus – diese Wand­lung erlebt gerade ein 65-jähriges Mehr­fa­mi­li­en­haus im Mauritz-Viertel in Münster. Alles Wissens­werte über die einzelnen Sanie­rungs­schritte, das Ener­gie­kon­zept sowie die Nutzung von Förder­mit­teln (städ­ti­sches Förder­pro­gramm »Ener­gie­ein­spa­rung und Altbau­sa­nie­rung« und KfW-Bank) erfahren Inter­es­sierte bei einem Rund­gang am Dienstag, 10. Dezember, 15 Uhr. Vor Ort stehen Ener­gie­be­rater, Vertreter der Stadt Münster und der Bauherr als Ansprech­partner zur Verfü­gung.

Drei Personen vor dem eingerüsteten Mehrfamilienhaus: Von links Andreas Deppe vom Planungsbüro ENTECH, Nadine Somberg von der Stadt Münster und der Bauherr

Ener­gie­be­rater Andreas Deppe (v.l.), Nadine Somberg von der Stadt Münster und der Bauherr

Bei dem vorge­stellten Objekt wurden bereits umfang­reiche ener­ge­ti­sche Sanie­rungs­maß­nahmen durch­ge­führt. Die alten Fenster wurden gegen neue mit Drei­scheiben-Wärme­schutz­ver­gla­sung ausge­tauscht.

Die Außen­wände und das Dach wurden mit ökolo­gi­schen Mate­ria­lien saniert. Die Keller­de­cken wurden gedämmt und die alte Ölhei­zung durch eine moderne Holz­pellet-Anlage ersetzt.

Nach der Sanie­rung wird der hohe ener­ge­ti­sche Stan­dard eines »KfW Effi­zi­enz­hauses 70« ange­strebt.

Da die Teil­neh­mer­zahl begrenzt ist, wird um Anmel­dung zum Rund­gang gebeten: E‑Mail: klimaschutz@​stadt-​muenster.​de, Telefon 02 51 /​4 92 67 25. Bei dieser Gele­gen­heit wird auch der Treff­punkt bekannt gegeben.

Der Rund­gang ist Bestand­teil der Akti­ons­reihe »Bauen und Sanieren«, mit der die Stadt in diesem Jahr für klima­freund­li­ches und ener­gie­spa­rendes Bauen und Sanieren wirbt.

Weitere Infor­ma­tionen hierzu und zum Thema Klima­schutz gibt es im Internet unter www.klima.muenster.de.

06Dez/19
Blick auf die eingerüstete Baustelle

ENTECH und Stadt Münster zeigen Baustelle für Sanie­rung

Nadine Somberg von der Stadt Münster und Andreas Deppe vom Planungs­büro ENTECH zeigen inter­es­sierten Bürgern die Baustelle der Sanie­rung eines Mehr­fa­mi­li­en­hauses: Zusammen mit dem Bauherrn führen sie die Besu­cher durch das Gebäude in Münster Mauritz. Am Dienstag, dem 10. Dezember, können die Gäste die Verwand­lung von einem 65 Jahre alten Wohn­ge­bäude in ein Effizienz­haus verfolgen. Sie erhalten Infor­ma­tionen über das Ener­gie­kon­zept, die Sanie­rungs­schritte und die Ergän­zung der KfW-Förde­rung durch städ­ti­sche Unter­stüt­zung im Programm »Ener­gie­ein­spa­rung und Altbau­sa­nie­rung«.

Anmel­dung unter klimaschutz@​stadt-​muenster.​de oder Tel. 0251 4926725 – dann erfahren die Teil­nehmer, wo die Besich­ti­gungs­tour um 15 Uhr startet. Der Rund­gang gehört zur Akti­ons­reihe »Bauen und Sanieren«, mit der die Stadt Münster für klima­freund­li­ches und ener­gie­spa­rendes Bauen und Sanieren wirbt. Mehr dazu unter Münster – Unser Klima 2050.

Drei Personen vor dem eingerüsteten Mehrfamilienhaus: Von links Andreas Deppe vom Planungsbüro ENTECH, Nadine Somberg von der Stadt Münster und der Bauherr
Ener­gie­be­rater Andreas Deppe (v.l.), Nadine Somberg von der Stadt Münster und der Bauherr

Nadine Somberg, Ener­gie­be­rater Andreas Deppe und der Bauherr erläu­tern die bishe­rigen Schritte der ener­ge­ti­schen Sanie­rung. So ersetzen Fenster mit Drei­scheiben-Wärme­schutz­ver­gla­sung ihre veral­teten und defekten Vorgänger. Außerdem sind die Außen­wände und das Dach mit ökolo­gi­schen Mate­ria­lien opti­miert worden. Die einge­rich­tete Dämmung der Keller­de­cken erhöht den Wohn­kom­fort und senkt die Ener­gie­kosten. Die schmut­zige Ölhei­zung ist verschwunden: An ihrer Stelle erzeugt eine moderne Holz­pellet-Anlage die notwen­dige Wärme. Nach Abschluss der Bauar­beiten soll das Haus den ener­ge­ti­schen Stan­dard eines »KfW Effi­zi­enz­hauses 70« errei­chen.

16Jul/19

Vorbild­li­cher ener­ge­ti­scher Neubau­stan­dard für Mehr­fa­mi­li­en­häuser

Infor­ma­tiver Rund­gang am 16. Juli im Erphoviertel /​Anmel­dung notwendig

Inter­es­sante Infor­ma­tionen zum Thema »Ener­gie­ef­fi­zi­ente Neubauten« erhalten Inter­es­sierte bei einem Rund­gang am Dienstag, 16. Juli, 16 Uhr, zu dem die Koor­di­nie­rungs­stelle für Klima und Energie einlädt. Vorge­stellt werden drei im Jahr 2015 erbaute Mehr­fa­mi­li­en­häuser im Erphoviertel, die sich durch einen vorbild­li­chen ener­ge­ti­schen Baustan­dard auszeichnen (KfW Effizienz­haus 55). Bei dem Rund­gang stehen Ener­gie­be­rater, Archi­tekten, Vertreter der Stadt Münster und des Bauherrn »Wohnungs­verein Münster von 1893« als Ansprech­partner zur Verfü­gung.

Die Mehr­fa­mi­li­en­häuser bieten Platz für jeweils vier Wohn­ein­heiten. Weitere Wohn­ein­heiten wurden im hinteren Grund­stücks­be­reich in zwei 100 Jahre alten Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern geschaffen. Die Außen­wände der Neubauten bestehen aus einem zwei­scha­ligen Mauer­werk mit einer Mine­ral­wolle-Dämmung und einer Klin­ker­fas­sade. Es wurden Wärme­brü­cken-Detail­lö­sungen entwi­ckelt und opti­miert und es ist ein Luft­dicht­heits­test durch­ge­führt worden. Das Bauge­biet verfügt über einen Fern­wär­me­an­schluss. Abstell­plätze für Autos und Fahr­räder stehen in einer Tief­ga­rage zur Verfü­gung.Mehrfamilienhäuser Erphoviertel

Da die Teil­neh­mer­zahl begrenzt ist, wird um Anmel­dung zu dem Rund­gang gebeten: E‑Mail: klimaschutz@​stadt-​muenster.​de, Telefon 02 51/​4 92 67 25. Dann wird auch der Treff­punkt bekannt gegeben.

Der Rund­gang ist Bestand­teil der Akti­ons­reihe »Bauen und Sanieren«, mit der die Stadt in diesem Jahr für klima­freund­li­ches und ener­gie­spa­rendes Bauen und Sanieren wirbt. Weitere Infor­ma­tionen hierzu und zum Thema Klima­schutz gibt es im Internet unter www.klima.muenster.de.

Foto: Über ener­gie­ef­fi­zi­ente Neubauten infor­mieren vor Ort (v.l.) Archi­tekt Chris­toph Thiel, Bernd Sturm (Wohnungs­verein Münster von 1893), Nadine Somberg (Stadt Münster) und Ener­gie­be­rater Andreas Deppe.

01Apr/18

Kongress­teil­nehmer streben nach höherer Ener­gie­effi­zienz von Gebäuden

Refe­renten aus Wissen­schaft und Praxis haben auf einem Kongress Ende März über Ener­gie­effi­zienz von Gebäuden geredet: Die Gesell­schaft für Ratio­nelle Ener­gie­ver­wen­dung e.V. (GRE) und das Deut­sche Ener­gie­be­rater-Netz­werk DEN e.V. haben gemeinsam die Tagung zum 40. Geburtstag der GRE orga­ni­siert. Unter dem Motto: »40 Jahre Gebäu­de­en­er­gie­ef­fi­zienz – vom Mindest­wär­me­schutz zum Plus­ener­gie­haus« hat die Zusam­men­kunft in Kassel rund 150 Teil­nehmer ange­zogen, wie eine Pres­se­mit­tei­lung vom DEN infor­miert, dessen Ziele ENTECH als Mitglied trägt.

Dipl.-Ing. Jürgen Lange vom DEN kriti­sierte auf der Konfe­renz, dass ein Berufs­bild für die Energie­beratung nach wie vor fehle: Der Landes­spre­cher NRW erläu­terte passende Vorschläge des Netz­werkes und verlangte dabei die Einfüh­rung einer Hono­rar­ord­nung.

Fort­set­zung

31Mrz/18

Müns­te­raner Ener­gie­be­rater fordern höhere Stan­dards für Wärme­däm­mung

In Münster streiten Poli­tiker verschie­dener Parteien mit Experten über die Anfor­de­rungen an den Wärme­dämm­stan­dard von Gebäuden. Der Klima­beirat verlangt schär­fere Anfor­de­rungen für Neubauten auf städ­ti­schem Boden und auf Grund­stü­cken, die von der Stadt verkauft worden sind. Hingegen fordert u.a. die SPD-Rats­frak­tion, alle städ­ti­schen Vorgaben für die Wärme­däm­mung zu strei­chen und künftig ledig­lich die schwä­cheren Bestim­mungen der EU zu befolgen. Ähnlich posi­tio­niert sich auch die FDP dazu. Fort­set­zung