Beiträge zum Schlagwort: 2020

17Apr/20
Mona Lisa mit Mundschutz

So läuft Energie­beratung trotz Coro­na­virus

Wir erhalten viele Anfragen, ob Energie­beratung unter den Einschrän­kungen durch das Coro­na­virus über­haupt möglich sei. Ja: Das Planungs­büro ENTECH bietet nach wie vor Dienst­leis­tungen zur Ener­gie­effi­zienz.

Karikatur »Videokonferenz«
Energie­beratung auf Distanz. Bild: manfred­steger | pixabay

Dabei beachten wir die Vorgaben der NRW-Landes­re­gie­rung und der Behörden, sodass wir einige Abläufe verän­dern – schon alleine um die Gesund­heit von Kunden und Mitar­bei­tern zu schützen.

Wie gewohnt, erhalten Kunden und Inter­es­senten auf unserer Website erste Infor­ma­tionen zur Ener­gie­effi­zienz.

Außerdem kümmern wir uns um laufende Aufträge.

Zusammen mit Ihnen bereiten wir Ener­gie­au­dits vor.

Wir opti­mieren den ener­ge­ti­schen Zustand eines Neubaus oder Umbaus.

Wir begleiten Ihr Unter­nehmen bei anste­henden Maßnahmen zur Ener­gie­effi­zienz.

Nicht zuletzt zeigen wir Ihnen, welche Förder­mittel Sie bean­tragen können.

Doch wie gehen wir dabei vor?

Bei notwen­digen Messungen und Terminen folgen wir Vorgaben wie dem SARS-CoV-2-Arbeits­schutz­stan­dard vom Bundes­mi­nis­te­rium für Arbeit und Soziales. In der aktu­ellen Pandemie haben wir unsere Energie­beratung auf vier Pfeiler gestellt:

  1. Anpas­sung der Bera­tung

    Die Bundes­re­gie­rung hält an den Förder­pro­grammen fest und ermun­tert zum ener­ge­ti­schen Enga­ge­ment. Ohnehin bleiben gesetz­liche Pflichten wie Ener­gie­au­dits für Nicht-KMU bestehen, selbst wenn das Bundesamt für Wirt­schaft und Ausfuhr­kon­trolle BAFA derzeit keine Frist­ver­säum­nisse bestraft.

    Gerne beraten wir Sie intensiv – bis auf weiteres tele­fo­nisch oder bei Bedarf schrift­lich etwa per E‑Mail. Wir bitten Sie, Tele­fon­ter­mine für tech­ni­sche Fragen oder einen inten­siven Austausch zu verein­baren. Ansonsten errei­chen Sie uns montags bis donners­tags von 9 Uhr bis 17 Uhr, frei­tags von 9 Uhr bis 14 Uhr und nach Absprache zu anderen Zeiten.

    Einige Mitar­beiter folgen Ihren Wünschen im Home-Office. Aber die tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Umstel­lungen beein­träch­tigen uns leider. Daher bitten wir Sie, Verzö­ge­rungen oder doppelte Nach­fragen oder kleine Pannen zu entschul­digen. Alle Tele­fon­num­mern und Mail-Adressen funk­tio­nieren wie bisher.

    Ob Messungen etwa bei Blower Door laufen oder ob wir diese Akti­vi­täten verschieben müssen, entscheiden wir von Fall zu Fall. Wir bitten um Verständnis, dass wir keine allge­mein gültigen Regeln für Messungen aufstellen können. Bisher haben nach Absprache der Sicher­heits­de­tails alle Messungen wie gewohnt statt­ge­funden.

  2. Digi­ta­li­sie­rung und Post­ver­sand

    Die Krise zwingt uns, möglichst wenig Unter­lagen von Ihnen entge­gen­zu­nehmen. Mailen Sie uns daher bitte möglichst viele rele­vante Unter­lagen digi­ta­li­siert: gescannt oder foto­gra­fiert und anschlie­ßend in eine PDF-Datei umge­wan­delt. Oder Sie schi­cken uns Kopien per Post.

    Bei der Energie­beratung für Wohn­ge­bäude laden wir Sie ein, unseren neuen Digi-Check einzu­setzen – eine Check­liste für digi­ta­li­sier­bare Doku­mente, Fotos und weiteres Mate­rial.

  3. Virtu­elle Bege­hungen

    Was halten Sie von einem virtu­ellen Besuch auf Ihrer Baustelle oder in Ihrem Unter­nehmen oder in Ihrem Gebäude? Führen Sie uns live per Tablet oder Smart­phone durch die Räume, oder zeigen Sie uns Ihren Betrieb mithilfe dieser Geräte. Diese Videos und Ihre Erklä­rungen können uns Infor­ma­tionen in ebenso guter Qualität liefern wie eine Bege­hung vor Ort.

  4. Persön­liche Termine

    Trotz der digi­ta­li­sierten Doku­mente und der Video­kon­fe­renzen kann eine persön­liche Begeg­nung oder Bege­hung erfor­der­lich sein. Außer dem Ener­gie­be­rater sollten nur eine oder möglichst wenige Personen an diesem Treffen teil­nehmen. In diesen Einzel­fällen stimmen wir die Risiken und Vorge­hens­weisen offen und früh mit Ihnen ab:

    • Sie müssen sich frei­willig und über­zeugt für diesen Termin entscheiden.
    • Die Energie­beratung vor Ort kann nicht statt­finden, falls Sie oder ein Mitglied Ihrer Haus­ge­mein­schaft mit SARS-CoV‑2 infi­ziert sind oder derzeit in einer behörd­lich ange­ord­neten Quaran­täne leben.
    • Die Energie­beratung vor Ort ist nur möglich, wenn Sie oder ein Mitglied Ihrer Haus­ge­mein­schaft keine Symptome für eine Erkran­kung an Covid-19 aufweisen. Zudem sind Kontakt­per­sonen von Covid-19-Erkrankten von diesem Termin ausge­schlossen.
    • Ebenso müssen wir über eine Verschie­bung oder eine Alter­na­tive zu der persön­li­chen Begeg­nung nach­denken, falls Sie oder ein Mitglied Ihrer Haus­ge­mein­schaft zur Risi­ko­gruppe für schwere Verläufe bei Covid-19 gehören.
    • Die Teil­nehmer eines persön­li­chen Termins müssen auf den Schutz vor Infek­tionen achten. Die Notwen­dig­keit, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen – mindes­tens eine soge­nannte Commu­nity-Maske oder Alltags­maske – sollte vorher zwischen allen Teil­neh­mern abge­stimmt werden.
    • Während des Tref­fens ist jeder­zeit ein Mindest­ab­stand von 1,50 m einzu­halten – auch zum Beispiel in Trep­pen­häu­sern, auf Dach­böden oder in Heizungs­kel­lern. Bei der gemein­samen Sich­tung von Unter­lagen fällt es schwer, immer die Distanz zu wahren – wir bitten um beson­dere Vorsicht in dieser Situa­tion.

Wenn sich die Corona-Situa­tion entspannt, holen wir bei Bedarf persön­liche Treffen oder Bege­hungen nach: Dann können wir Details erfassen, die even­tuell noch fehlen.

14Feb/20
Mehrfamilienhaus mit Sanierungsbedarf

BAFA Zuschüsse steigen für Energie­beratung Wohn­ge­bäude

Unter dem Strich werden Ener­gie­be­ra­tungen für Wohn­ge­bäude güns­tiger etwa für Eigen­tümer, Wohnungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaften und Pächter: Die Bundes­för­de­rung für Energie­beratung für Wohn­ge­bäude (EBW) ist zum 1. Februar gestiegen. Das Bundesamt für Wirt­schaft und Ausfuhr­kon­trolle BAFA erhöht den Zuschuss für Ener­gie­be­ra­tungen bei Wohn­ge­bäuden (Vor-Ort-Bera­tung, indi­vi­du­eller Sanie­rungs­fahr­plan) von 60 Prozent auf 80 Prozent des anfal­lenden Hono­rars vom Ener­gie­be­rater.

Für ein Einfa­mi­lien- oder Zwei­fa­mi­li­en­haus liegt die Ober­grenze bei 1300 €: Damit fließen bis zu 500 € mehr für diese Art der Förde­rung. Ab drei Wohn­ein­heiten unter­stützt das BAFA die Energie­beratung mit maximal 1700 € statt bisher 1100 €.

Wenn der quali­fi­zierte Ener­gie­be­rater den Bericht und einen zuge­hö­rigen Sanie­rungs­fahr­plan auf einer Wohnungs­ei­gen­tü­mer­ver­samm­lung erläu­tert, bietet das BAFA eine einma­lige Zuwen­dung von höchs­tens 500 €. Diese Präsen­ta­tion soll den Eigen­tü­mern helfen, ihre unter­schied­li­chen Inter­essen mitein­ander abzu­stimmen und die passende Moder­ni­sie­rung ihres Wohn­ge­bäudes zu verein­baren.

Der Eigen­an­teil für die Energie­beratung kann durch zusätz­liche Förde­rungen von Kommunen oder Bundes­län­dern auf zehn Prozent des Hono­rars schrumpfen – dieser Rest ist immer aus eigener Tasche zu zahlen.

Damit das BAFA die Förde­rung geneh­migt, muss das Wohn­ge­bäude in Deutsch­land liegen und der Bauan­trag vor mindes­tens zehn Jahren gestellt worden sein – damit ersetzt der neue Zeit­rahmen die bislang feste Datums­grenze des Bauan­trags 31. Januar 2002. Zudem müssen Kleine und Mitt­lere Unter­nehmen KMU die Leis­tungen für die Energie­beratung auf ihre soge­nannten De-Minimis-Beihilfen anrechnen lassen. Größere Unter­nehmen nach EU-Defi­ni­tion sind von dieser Förde­rung ausge­schlossen. Hingegen können Einrich­tungen für gemein­nüt­zige, mild­tä­tige oder kirch­liche Zwecke ebenso die Vor-Ort-Bera­tung nutzen.

Nach dem Auftrag für die Vor-Ort-Bera­tung stellt der Ener­gie­be­rater den Förder­an­trag im Namen des Kundens, auf den also kein zusätz­li­cher Stress durch Formu­lare wartet. Die Abrech­nung läuft ähnlich unbü­ro­kra­tisch: Eine Vorleis­tung für das Gesamt­ho­norar entfällt – es ist ledig­lich der Eigen­an­teil zu über­weisen. Der Ener­gie­be­rater erhält den Zuschuss direkt vom BAFA, nachdem er seine Aufgaben erle­digt hat.

Sanierungsbedürftiges Zweifamilienhaus mit Flecken und Algenbewuchs auf dem hellen Putz
Vor-Ort-Bera­tung liefert Hinweise für sinn­volle Sanie­rung

Die Vor-Ort-Bera­tung geht weit über die Erhe­bungen für einen Ener­gie­aus­weis hinaus: Sie führt zu detail­lierten Infor­ma­tionen und Vergleichs­mög­lich­keiten, um den Ener­gie­ver­brauch nach­voll­ziehen und bewerten zu können. Auf Basis einer umfas­senden Bestands­auf­nahme erfährt der Kunde, wie er sein Wohn­ge­bäude in ein KfW-Effizienz­haus umge­stalten kann. Alter­nativ kann er einen indi­vi­du­ellen Sanie­rungs­fahr­plan zur Opti­mie­rung der Ener­gie­effi­zienz erhalten – mit diesen Vorschlägen lassen sich sinn­volle Maßnahmen zur ener­ge­ti­schen Sanie­rung Schritt für Schritt erle­digen.

Die Vor-Ort-Bera­tung hilft, kein Geld für ineff­zi­ente Arbeiten am Wohn­ge­bäude zu verschwenden. Dabei weist der Ener­gie­be­rater auf KfW-Förder­pro­gramme etwa zur Sanie­rung (beson­ders Programme 151 und 430) oder zur quali­täts­si­chernden Baube­glei­tung hin. Bei der Baube­glei­tung (Programm 431) über­nimmt die KfW bis zu 4000 € von der Hälfte der Kosten eines Experten für Ener­gie­effi­zienz.

Indes exis­tiert keine Pflicht, anschlie­ßend die vorge­schla­genen Maßnahmen durch­zu­führen. Doch wenn der Bauherr Zuschüsse oder Kredite für solch ein Vorhaben bean­sprucht, empfiehlt die KfW eine Vor-Ort-Bera­tung für den Einstieg in das Projekt. Ohnehin ist zum Beispiel in Münster diese Energie­beratung für Wohn­ge­bäude vorge­schrieben, damit die Stadt weitere Zuschüsse bewil­ligt.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf: Zusammen mit Ihnen erstellen wir den Fahr­plan zu effi­zi­enten Maßnahmen und opti­malen Förder­mit­teln.

08Jan/20
Alte Fenster mit beschädigten und schmutzigen Rahmen

KfW-Förde­rung für Ener­gi­ef­fi­zienz bei Gebäuden 2020

Die KfW hat veröf­fent­licht, welche erheb­li­chen Verbes­se­rungen bei den Förder­pro­grammen für Gebäude ab 24. Januar 2020 gelten.

Erhö­hung von Zuschüssen/​Tilgungszuschüssen

Bei der Sanie­rung von Wohn­ge­bäuden erhöht die KfW in der Kredit­va­ri­ante (151, 152) den Tilgungs­zu­schuss um 12,5 Prozent­punkte und in der Zuschuss­va­ri­ante (430) den Inves­ti­ti­ons­zu­schuss um 10,0 Prozent­punkte. Die Tilgungs­zu­schüsse (153) für den Neubau von Wohn­ge­bäuden steigen um 10,0 Prozent­punkte.

Bei Nicht­wohn­ge­bäuden (277, 278 etc.) werden die Tilgungs­zu­schüsse in der Sanie­rung von KfW-Effi­zi­enz­ge­bäuden um 10,0 Prozent­punkte erhöht, für Einzel­maß­nahmen um 15 Prozent­punkte. Beim Neubau von Nicht­wohn­ge­bäuden (276 etc.) bleiben die Tilgungs­zu­schüsse (leider) unver­än­dert.

Diese Ände­rungen gelten für Anträge, die ab dem 24.01.2020 bei der KfW eingehen (Wohn­ge­bäude) bezie­hungs­weise zuge­sagt werden (Nicht­wohn­ge­bäude).

Erhö­hung von Zuschüssen/​Tilgungszuschüssen

Die Förder­höchst­be­träge werden für Wohn­ge­bäude auf 120.000 € pro Wohn­ein­heit erhöht.

Diagramm »Energieeffizient Sanieren (Nichtwohngebäude) Förderstufen«
Ände­rungen bei Nicht­wohn­ge­bäuden in der Sanie­rung Bild: KfW
Diagramm »Energieeffizient Bauen (Wohngebäude) Förderstufen«
Ände­rungen bei Neubauten (Wohn­ge­bäude) Bild: KfW
Diagramm »Energieeffizient Sanieren: Kredit und Zuschuss (Wohngebäude) Förderstufen«
Ände­rungen bei Wohn­ge­bäuden in der Sanie­rung Bild: KfW

Quelle und Link zu weiteren Details: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/EBS-2020

Ein erster Kommentar: Das sind für dieje­nigen, die sanieren oder neu bauen möchten, erheb­liche Verbes­se­rungen! Es ist zu vermuten, dass in den nächsten Tagen weitere Details dazu veröf­fent­lich werden, zum Beispiel ange­passte Merk­blätter.

Kontak­tieren Sie uns: Wir beraten Sie gerne spezi­fisch für Ihr Vorhaben und versorgen Sie mit Infor­ma­tionen.