Weitere Beiträge von Stefan Genrich

24Jun/21
Haus aus Dollar-Scheinen

Bundesförderung für effizente Gebäude BEG wächst im Juli

Bauherren erhalten mehr Geld zur energetischen Effizenz von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden – ab 1. Juli durch die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG. Sie ersetzt die bisherigen Programme der Förderbank KfW sowie des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA. Das unübersichtliche Geflecht aus zehn Teilprogrammen verschwindet. Seit Jahresbeginn fließen bereits Zuschüsse nach BEG – Einzelmaßnahmen (BEG EM). Jetzt gelten zusätzlich die BEG – Wohngebäude (BEG WG) und BEG – Nichtwohngebäude (BEG NWG). Die zweite Stufe der Reform erleichtert sowohl umfassende Sanierungen als auch Neubauprojekte. Nicht zuletzt startet die KfW die Kreditvariante der BEG EM.

Antragsteller profitieren, wenn sie hohe Ansprüche bei einem Wohngebäude beachten: Dann erhalten sie bis zu 27.000 € mehr als nach den alten Vorschriften. So lockt eine Aufstockung der Förderbeträge, wenn eine Sanierung die Vorgaben zum sogenannten Effizienzhaus 40 erfüllt: Bei Sanierungen endeten die finanziellen Vorteile zuvor beim Effizienzhaus 55, während höhere Fördersummen für ein Effizienzhaus 40 lediglich bei einem Neubau gezahlt wurden. Auch bei Nichtwohngebäuden beeinflussen Effizienzhausklassen die Förderung. So bietet die BEG NWG künftig Zuschüsse oder Tilgungszuschüsse, wenn ein Effizienzhaus 40 entsteht – bei Neubauten und Bestandsgebäuden.

BEG und Effizienzhaus

Klassen für Effizienzhäuser

Die Einführung der BEG berührt kaum die technischen Mindestanforderungen an ein Effizienzhaus: Das Gebäudeenergiegesetz GEG kündigt passende Kriterien erst für 2023 an. Es bleibt also vorerst bei neun Klassen für Effizienzhäuser.

Märchenhäuser in Pilzen
Symbolbild: Effizienhäuser unterschiedlicher Stufen Pixabay

Allerdings sind die gesetzlichen Grundlagen verschärft worden, sodass bestimmte Effizienzhäuser die Richtwerte inzwischen nur leicht unterschreiten. Eine Förderung würde verpuffen. Daher unterstützen ab Juli weder die KfW noch das BAFA:

  • Sanierungen bei Wohngebäuden zum Effizienzhaus 115
  • Neubauten bei Nichtwohngebäuden zum Effizienzhaus 70

Andererseits setzt die BEG erstmals Anreize für Bauherren mittels:

  • Förderung von Effizienzhaus 40 bei der Sanierung eines Wohngebäudes
  • Förderung von Effizienzhaus 40 bei der Sanierung eines Nichtwohngebäudes
  • Förderung von Effizienzhaus 55 bei der Sanierung eines Nichtwohngebäudes
  • Förderung von Effizienzhaus 40 beim Neubau eines Nichtwohngebäudes

Beim Effizienzhaus Denkmal entfallen die Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz.

Fördersätze

Sowohl das BAFA als auch die KfW berechnet die Höhe der Förderung aus den Kosten des energetischen Projekts: Die beiden Einrichtungen haben ein Merkblatt veröffentlicht, welche Leistungen sie für die Ermittlung der Ausgaben akzeptieren. Bei der BEG WG und BEG NWG soll das geförderte Engagement den Energiestandard eines Effizienzhauses erreichen. Die jeweilige Art des Effizienzhauses bestimmt die Konditionen: Die Tilgungszuschüsse bei einem Kredit oder die Zuschüsse sowie die Höchstbeträge hängen also davon ab:

  • Wie energieeffizient wird das Gebäude?
  • Wie teuer wird die Sanierung oder der Neubau?

Die Fördersätze für Wohngebäude und für die Sanierung von Nichtwohngebäuden sind erst 2020 gestiegen. Für den Neubau von Nichtwohngebäuden lohnen die höheren Prozentwerte ab Juli.

Dank diverser Zuschläge bleibt es selten bei der Grundförderung. Aber zuerst sind die Voraussetzungen für die jeweilige Stufe eines Effizienzhauses zu erfüllen. Die Fördersätze für Wohngebäude und Nichtwohngebäude sind in der BEG angeglichen worden. Lediglich das Effizienzhaus 40+ mit 25 Prozent ist dem Neubau von Wohngebäuden vorbehalten, und das Effizienzhaus 85 mit 30 Prozent zählt ausschließlich bei der Sanierung von Wohngebäuden. Ansonsten stimmen die Fördersätze überein:

Tabelle der Fördersätze für BEG WG und BEG NWG
Grundförderung nach BEG WG und BEG NWG Bild: Öko-Zentrum NRW

Zuschläge und Ergänzungen der BEG

EE-Klasse und NH-Klasse

Die »Effizienzhaus EE-Klasse« enthält einen Zuschlag für den Einsatz erneuerbarer Energien: Der Fördersatz für ein Effizienzhaus wird augestockt, wenn mindestens 55 Prozent des Energiebedarfs zur Wärme- und Kälteversorgung aus erneuerbaren Energien stammen. Alternativ können die geförderten Gebäude eine »Effizienzhaus NH-Klasse« erreichen, sodass ebenfalls der Fördersatz steigt. Das ist nur möglich, wenn dieses Effizienzhaus das »Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude« (QNG) erhält. Eine akkreditierte Zertifizierungsstelle bestätigt mit diesem Qualitätssiegel, dass besondere Kriterien für Nachhaltigkeit erfüllt werden. Für die EE-Klasse und die NH-Klasse gelten die Konditionen:

  • Wohngebäude, Neubau, Effizienzhaus 55 EE oder Effizienzhaus 40 EE – Zuschlag 2,5 Prozent
  • Nichtwohngebäude, Neubau, Effizienzhaus EE – Zuschlag 2,5 Prozent
  • Wohngebäude, Sanierung, Effizienzhaus EE – Zuschlag 5 Prozent
  • Nichtwohngebäude, Sanierung, Effizienzhaus EE – Zuschlag 5 Prozent
  • Wohngebäude, Neubau, NH-Klasse – Zuschlag 2,5 Prozent
  • Nichtwohngebäude, Neubau, NH-Klasse – Zuschlag 2,5 Prozent
  • Für die Sanierung von Wohngebäuden existiert keine NH-Klasse.
  • Nichtwohngebäude, Sanierung, NH-Klasse – Zuschlag 5 Prozent
  • Eine Kombination von EE-Klasse und NH-Klasse führt zu keiner höheren Förderung – Bauherren müssen sich für einen Bonus entscheiden.
  • Der Zuschlag wird lediglich ein Mal eingeräumt – bei einer schrittweisen Sanierung erhöht sich der Fördersatz, sobald die EE-Klasse oder die NH-Klasse erreicht wird. Mehraufwand für die fortlaufenden Arbeiten führt zu keinen weiteren Vorteilen.

iSFP

Mitunter laufen Projekte zur Instandhaltung von Wohngebäuden über einen langen Zeitraum: Dann werden ohnehin bis zu 80 Prozent der Beratungskosten für einen individuellen Sanierungsfahrplan iSFP übernommen. Bereits seit Januar sorgt diese spezielle Energieberatung für einen Zuschlag bei Zuschüssen für Einzelmaßnahmen nach BEG EM. Jetzt entsteht ein iSFP-Bonus auch für Einzelmaßnahmen mit einer Kreditförderung. Außerdem kann der iSFP den Fördersatz nach BEG WG anheben: Dazu muss die Maßnahme schrittweise über maximal 15 Jahre umgesetzt werden und das Wohngebäude schließlich als gefördertes Effizienzhaus zählen. Dadurch steigt der Fördersatz um den iSFP-Bonus von weiteren 5 Prozentpunkten. Hingegen verhindert eine Komplettsanierung in einem Zug diesen Zuschlag.

Frau betrachtet ihren indivudellen Sanierungsfahrplan iSFP
iSFP Bild: dena

Baubegleitung

Wie bisher werden bei Wohngebäuden die Beratungskosten für eine Baubegleitung zur Hälfte übernommen. Die KfW streicht aber das separate Förderprogramm »Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung« (431). Nun läuft diese Förderung der Beratung über die BEG. Dabei klettern die Obergrenzen nach oben – die BEG WG beschränkt die förderfähigen Ausgaben:

  • bei Ein- und Zweifamilienhäusern auf 10.000 €
  • bei Mehrfamilienhäusern auf 4.000 € pro Wohneinheit, doch insgesamt höchstens 40.000 € pro Vorhaben
  • bei Einzelmaßnahmen an Ein- und Zweifamilienhäusern auf 5.000 €
  • bei Einzelmaßnahmen an Mehrfamilienhäusern auf 2.000 € pro Wohneinheit, doch insgesamt höchstens 20.000 € pro Zuwendungsbescheid

Ab Juli führt die BEG NWG diesen Zuschuss auch für Nichtwohngebäude ein. Wie bei Wohngebäuden sinken die Beratungskosten für die Bauherren auf die Hälfte – bis zur Obergrenze:

  • von 10 € pro m2 Nettogrundfläche, doch insgesamt höchstens 40.000 € pro Vorhaben

Entsprechend wird die Obergrenze bei Einzelmaßnahmen festgelegt:

  • auf 5 € pro m2 Nettogrundfläche, doch insgesamt höchstens 20.000 € pro Zuwendungsbescheid
Zwei Männer bei Beratung auf der Baustelle in der Vergangenheit
Symbolbild: Baubegleitung. Everett Collection | shutterstock

Förderprogramme

Alte Förderprogramme verschwinden

Durch Übergang zur BEG entfallen viele Förderprogramme der KfW und vom BAFA:

  • KfW »Energieeffizient Sanieren – Kredit« (151/152)
  • KfW »Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss« (430)
  • KfW »Energieeffizient Bauen – Kredit« (153)
  • KfW »Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung« (431)
  • KfW »IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren« (217/218)
  • KfW »IKU – Energieeffizient Bauen und Sanieren« (220/219)
  • »KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren« (276/277/278)
  • BAFA »Marktanreizprogramm (MAP)«
  • BAFA »Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE – ohne BZH)«
  • BAFA »Förderprogramm des Bundes für die Heizungsoptimierung (HZO)«

Der Wechsel von der herkömmlichen Förderung zur BEG beeinflusst nicht das KfW-Programm 433 »Zuschuss Brennstoffzelle«: Wie zuvor betreut die KfW diese spezielle Förderung, die neben der BEG läuft.

Neue Förderprogramme

  • KfW-Programm »Wohngebäude – Zuschuss« (461)
  • KfW-Programm »Wohngebäude – Kredit« (261, 262) – einschließlich der Kredite für Einzelmaßnahmen
  • KfW-Programm »Nichtwohngebäude – Zuschuss« (463)
  • KfW-Programm »Nichtwohngebäude – Kredit« (263) – einschließlich der Kredite für Einzelmaßnahmen
  • BAFA-Programm »BEG EM – Zuschussvariante« seit Januar 2021

Details

  • Tabellen zu den Konditionen der neuen KfW-Programme – auf der Extra-Seite von ENTECH
  • Infos zur BEG EM im ENTECH-Artikel vom 18.01.2021

Ausblick

Sofortprogramm

Die BEG ist eng mit dem GEG verknüpft, das seit November 2020 frühere Bestimmungen wie die Energieeinsparverordnung EnEV zusammenfasst. Am 23. Juni 2021 beschloss die Bundesregierung ein »Klimaschutz Sofortprogramm«. Durch diesen Finanzplan würden sich Fördersätze und Anforderungen der BEG im Jahr 2022 ändern. Allerdings weiß niemand, wie die neue Bundesregierung nach der Bundestagswahl ihre Erwartungen und Ziele anpassen wird: Das Sofortprogramm soll zum Bundeshaushalt für 2022 gehören, den der Bundestag erst später verabschieden wird. In den vergangenen Tagen sind viele Ankündigungen aus den Entwürfen verschwunden.

Mann dreht an großem Rad eines Ventils
Symbolbild: Bundesregierung drosselt Sofortprogramm Pixabay

Standards für Effizienzhäuser

Immerhin ist in dieser Absichtserklärung die Zusage übrig geblieben, die Fördermittel der BEG um insgesamt 4,5 Milliarden € für 2022 und 2023 aufzustocken. Zudem soll das GEG bereits 2022 und nicht erst 2023 aktualisiert werden. Allgemein heißt es: »Neubaustandards werden angehoben«. Vorher beschrieb ein vertraulicher Entwurf konkrete Maßnahmen, die in der Endfassung nicht mehr auftauchen. So war in dieser früheren Version zu lesen: »Der bisherige Förderstandard EH-55 wird ab 2023 zum Neubaustandard für alle Gebäude (Äquivalent für Nicht-Wohngebäude (NWG))«. Entwicklung in den Folgejahren: »Eine weitere Anhebung auf EH-40-Standard wird für 2025 festgelegt«. Der zurückgezogene Entwurf erklärte zudem: »Die große klimapolitische Herausforderung im Gebäudesektor liegt in den Bestandsgebäuden«. Schlussfolgerung: »Die Fördermittel werden entsprechend stärker auf ambitioniertere Standards im Bestandsbereich konzentriert«, verkündete der Text seinerzeit, »die bisherigen Förderstandards KfW-100 und KfW-85 im Bestand entfallen. EE-, NH-und Plus-Pakete werden gestärkt. Der Fördersatz für Dämmmaßnahmen wird in der Bundesförderung Energieeffiziente Gebäude (BEG) um 10 Prozentpunkte angehoben«.

Einschränkungen und Erwartungen

Vorgesehen war eine Installationspflicht für Fotovoltaik– oder Solarthermie-Anlagen »für alle Neubauten und bei größeren Dachsanierungen«. Ebenso ist inzwischen eine stärkere Förderung von Wärmepumpen entfallen. Im Sofortprogramm hat eine Aussage überlebt, die ähnlich in anderen Beschlüssen und Gesetzen zu finden ist: »Aus den Förderprogrammen des Bundes werden ab 2023 keine Heizungen mehr gefördert, die ausschließlich mit fossilen Brennstoffen betrieben werden können«. Nun ist unsicher, welche Reformen zur energetischen Optimierung von Gebäuden tatsächlich ins GEG und in die BEG wandern werden. Indes spielen veraltete Stufen für Effizienzhäuser in der Praxis zur BEG keine Rolle. Damit könnte sich der Trend stabilisieren, dass die energetischen Ansprüche für Neubauten und Sanierungen wachsen und die zugehörige Förderung steigt.

KfW und BAFA verteilen Aufgaben im Januar 2023

Die BEG startete im Januar 2021 mit dem BAFA-Kreditprogramm für Einzelmaßnahmen. Im Juli folgen die KfW-Förderprogramme. Doch der Übergang zur BEG wird erst später abgeschlossen sein: Voraussichtlich ab Januar 2023 wird die KfW die Verantwortung für die Kreditprogramme tragen. Dann soll alleine das BAFA die Zuschüsse verwalten. Die KfW und das BAFA werden somit ihre Aufgaben übersichtlicher aufteilen. Die Förderrichtlinien zur BEG sollen bis 2030 gelten.

Hauptgebäude von KfW und BAFA
Aufgabenverteilung zwischen KfW und BAFA
23Jun/21
Schild mit Prozentzeichen und Beschriftung »Wir bauen für Sie um!«

KfW-Förderprogramme der BEG bieten diese Konditionen

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG ersetzt bisherige Förderprogramme – erfahren Sie die Details in einem separaten ENTECH-Artikel. Über BAFA-Zuschüsse für Einzelmaßnahmen informiert ein weiterer ENTECH-Beitrag. Überblicken Sie hier die Grundkonditionen der neuen KfW-Programme zur BEG:

»Wohngebäude – Zuschuss«: 461

KfW-Übersicht zu Neubauten
Übersicht zu Neubauten: KfW
KfW-Übersicht zu Sanierungen
Übersicht zu Sanierungen: KfW

»Wohngebäude – Kredit«: 261/262

KfW-Übersicht zu Neubauten
Übersicht zu Neubauten: KfW
KfW-Übersicht zu Sanierungen
Übersicht zu Sanierungen: KfW
KfW-Übersicht zu Einzelmaßnahmen
Übersicht zu Einzelmaßnahmen: KfW

»Nichtwohngebäude – Zuschuss«: 463

KfW-Übersicht zu Neubauten
Übersicht zu Neubauten: KfW
KfW-Übersicht zu Sanierungen
Übersicht zu Sanierungen: KfW

»Nichtwohngebäude – Kredit«: 263

KfW-Übersicht zu Neubauten
Übersicht zu Neubauten: KfW
KfW-Übersicht zu Sanierungen
Übersicht zu Sanierungen: KfW
KfW-Übersicht zu Einzelmaßnahmen
Übersicht zu Einzelmaßnahmen: KfW
22Jun/21
Mona Lisa mit Mundschutz

ENTECH optimiert Regeln zur Coronakrise

Die Landesregierungen und die Behörden lockern ihre Vorgaben zur Coronakrise. Trotzdem schätzt das Planungsbüro ENTECH bewährte Prinzipien der vergangenen Monate – schon alleine um die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern zu schützen. Vertrauen Sie dieser erneuerten Strategie für Sommer und Herbst 2021:

  • Wir empfehlen den Austausch per E-Mail – und nach vorheriger Absprache per Telefon oder Videokonferenz.
  • Bitte verzeihen Sie, dass Sie uns in der Coronakrise nicht immer sofort erreichen. Am schnellsten können wir auf E-Mails reagieren und den weiteren Austausch planen.
  • Unsere Bürozeiten: montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 17 Uhr und freitags von 9 Uhr bis 14 Uhr.
  • Mailen Sie uns bitte digitalisierte Belege – also gescannt oder fotografiert und anschließend in eine PDF-Datei umgewandelt. Oder Sie schicken uns Kopien per Post.
  • Bei der Energieberatung für Wohngebäude laden wir Sie ein, unseren Digi-Check einzusetzen – eine Liste für digitalisierbare Dokumente, Fotos und weiteres Material.
  • Wegen des Infektionsrisikos verzichten wir auf die meisten Treffen. Sofern notwendig, begegnen wir Ihnen gerne etwa auf einer Baustelle.
  • Kunden, Gäste, Energieberater, Handwerker und sonstige Teilnehmende dieser Besprechungen sollten medizinische Masken aufsetzen und den Mindestabstand einhalten – zum Beispiel auf Dachböden oder in Heizungskellern oder bei gemeinsamer Sichtung von Unterlagen.
  • Wir bitten darum, geschlossene Räume gut zu lüften und Details für solche Termine rechtzeitig festzulegen: Sollen alle vorab einen Schnelltest bestehen?
  • Ohnehin unterzieht sich das gesamte ENTECH-Team solchen Schnelltests mindestens einmal pro Woche.
  • Wir fragen niemanden nach Impfungen oder anderen Befreiungsgründen – denn wir betrachten dieses Thema als Privatangelegenheit.
  • Trotzdem müssen die Menschen noch immer gegenseitige Ansteckungen abwehren. Daher erwarten wir, dass sämtliche Personen bei einem Treffen die Hygieneregeln befolgen.
  • Bitte tragen Sie Ihren Mund-Nasen-Schutz!
  • Mit SARS-CoV-2 infizierte Personen dürfen zu keiner Energieberatung vor Ort kommen – selbst falls sie keine Symptome einer Erkrankung an Covid-19 zeigen.
Karikatur »Videokonferenz«
Energieberatung auf Distanz. Bild: manfredsteger | pixabay

Wir versprechen:

  • Kunden und Interessierte erhalten auf unserer Website aktuelle Informationen zur Energieeffizienz.
  • Trotz organisatorischer Einschränkungen erledigen wir zuverlässig Ihre Aufträge.
  • Zusammen mit Ihnen bereiten wir Energieaudits in gewohnter Qualität vor.
  • Kein Virus hindert uns daran, den energetischen Zustand Ihres Neubaus oder Umbaus zu optimieren.
  • Selbst bei einer Verschärfung der Coronakrise begleiten wir Ihr Unternehmen bei den Maßnahmen zur Energieeffizienz.
  • Gerne erklären wir, welche Fördermittel Sie beantragen können – per E-Mail oder in einer vereinbarten Videokonferenz oder in einem verabredeten Telefonat.
  • Bei Messungen und Terminen folgen wir Vorgaben wie dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat diese Leitlinien seit Beginn der Pandemie mehrmals aufgefrischt.
18Jan/21
Haus aus Geldschein gefaltet

Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG seit Januar

Nach und nach ersetzt die Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG die bisherigen Förderprogramme. Seit Januar 2021 vergibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA Zuschüsse für energetische Einzelmaßnahmen an Gebäuden – also etwa für den Einbau moderner Fenster oder den Austausch raumlufttechnischer Anlagen oder die Installation von Solarthermie. Spätestens am 1. Juli 2021 enden zahlreiche KfW- und BAFA-Programme. Dann steht die BEG auf drei Säulen: BEG Wohngebäude, BEG Nichtwohngebäude und BEG Einzelmaßnahmen.

Die Förderlandschaft für Gebäude wird übersichtlicher. Mitunter können Bauherren mehr Unterstützung erwarten: So fließen Zuschläge für umfassende Sanierungen und weitere finanzielle Anreize zur Energieeffizienz von Gebäuden. Die Reform wird aber erst später abgeschlossen: Voraussichtlich ab 1. Januar 2023 übernimmt das BAFA die künftigen Vorgänge für Zuschüsse, und die KfW Bankengruppe betreut die Kredite. Diese Umstrukturierung und die weiteren Änderungen durch die BEG folgen dem Gebäudeenergiegesetz GEG, das im November 2020 die verteilten Vorschriften wie die Energieeinsparverordnung EnEV ablöste.

Änderungen ab Januar 2021

Programmwechsel für Zuschüsse bei Einzelmaßnahmen

Ende 2020 sind die BAFA-Programme »Heizen mit erneuerbaren Energien«, »Anreizprogramm Energieeffizienz« und »Heizungsoptimierung« erloschen. Ebenso genehmigt die KfW nicht mehr Investitionszuschüsse für einzelne energetische Sanierungsmaßnahmen: Die KfW hat diese Förderung in ihrem Programm Nr. 430 gestrichen. Seit Januar erledigt das BAFA die Aufgaben, um Zuschüsse für Einzelmaßnahmen bei Bestandsimmobilien zu zahlen. Die zugehörige Richtlinie gilt bereits für sämtliche Anträge. Das Bundeswirtschaftsministerium hat außerdem die technischen Mindestanforderungen veröffentlicht.

Bild aus dem Mittelalter zeigt Übergabe eines Schriftstücks
Symbolbild: BEG Richtlinien und technische Mindestanforderungen

Die meisten Födersätze für Einzelmaßnahmen ändern sich nicht, zumal sie erst ein Jahr früher angepasst worden sind. Dennoch sind die Zuschüsse der BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM) mit neuen Vorteilen verbunden.

Individueller Sanierungsfahrplan iSFP

So wird eine Energieberatung für Wohngebäude attraktiver. Wie zuvor werden maximal 80 Prozent der Beratungskosten für einen individuellen Sanierungsfahrplan iSFP übernommen: Doch bei Realisierung einer Einzelmaßnahme aus diesem iSFP gibt es einen Bonus von 5 Prozent der Ausgaben – etwa für Dämmungen von Fassade, Dach und Kellerdecke. Ohnehin werden 20 Prozent des Aufwands für diese Einzelmaßnahme getragen. Wenn ein iSFP vorliegt, steigt die Förderung demnach auf 25 Prozent der Kosten für diese Einzelmaßnahme. Für unterschiedliche Maßnahmen können Eigentümer, Mieter oder Pächter mehrmals die Fördersummen einschließlich Bonus erhalten. Somit ist es zum Beispiel möglich, beim Austausch eines Ölkessels gegen eine Biomasseheizung oder eine Wärmepumpe 50 Prozent statt 45 Prozent der Investitionskosten zu bekommen. Die Obergrenze bei diesen förderfähigen Kosten pro Wohneinheit ist von 50.000 € auf 60.000 € gestiegen.

Frau betrachtet ihren indivudellen Sanierungsfahrplan iSFP
iSFP Bild: dena

Weitere Verbesserungen seit Jahresbeginn

  • Nun gilt die Ausrüstung mit Systemen zum Sonnenschutz als förderfähige Einzelmaßnahme.
  • In Bestandsgebäuden wird der Einbau, Austausch oder die Optimierung von Raumlufttechnik gefördert. Dazu gehören Anlagen zur Wärme- und Kälte-Rückgewinnung. In öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten lässt sich diese Förderung mit dem Corona-Sonderprogramm für raumlufttechnische Anlagen kombinieren – solange eine maximale Förderquote von 60 Prozent für diese Einzelmaßnahme nicht überschritten wird.
  • Für Wohngebäude locken ansonsten Zuschüsse für die Installation digitaler Anlagen zur Verbrauchsoptimierung – bekannt als »Efficiency Smart Home«.
  • Bei Wohngebäuden wachsen die Fördersummen für die Baubegleitung, denn die Obergrenzen sind angehoben worden.
  • Bei Nichtwohngebäuden wird eine ähnliche Förderung für die Baubegleitung eingeführt.
  • Ein Energieberater aus der sogenannten Energieeffizienz-Expertenliste (EEE-Liste) muss geförderte Einzelmaßnahmen nun auch bei Nichtwohngebäuden begleiten und sichert dadurch den verlangten Standard – wie schon bei Wohngebäuden. Bei Anlagen zur Wärmeerzeugung und bei einer Heizungsoptimierung genügt hingegen eine Fachunternehmererklärung.
  • Für ihren Förderantrag müssen Bauherren seit Jahresbeginn auf einen anderen Stichtag achten – auf die Auftragserteilung und nicht mehr auf den Beginn der Bauarbeiten.
  • Hat die KfW vielleicht bereits eine Förderung zugesagt? Aber wirken die Konditionen der BEG EM attraktiver? Dann ist zu überlegen, auf die bestätigte Förderung zu verzichten und im Gegenzug beim BAFA einen Ersatzantrag zu stellen.
  • Antragsteller können online kontrollieren, wie weit das BAFA ihren Vorgang zur BEG EM erledigt hat.
Überblick förderfähiger Einzelmaßnahmen BEG EM
Überblick Einzelmaßnahmen Bild: BAFA Creative Commons CC BY-ND 4.0

Zuschüsse Einzelmaßnahmen BEG EM

Vorgaben

Die BEG EM deckt unterschiedliche Einzelmaßnahmen ab. Ausschließlich Fachunternehmen dürfen die geförderten Arbeiten erledigen: Eigenleistungen und dabei verwendetes Material zählen nicht bei solchen Einzelmaßnahmen. Laut Richtlinie sollen sie das energetische Niveau des Bestandsgebäudes verbessern und damit »zur Minderung von CO2-Emissionen beitragen«. Ein Investitionsvolumen von mindestens 2.000 € ist vorgeschrieben, aber lediglich 300 € für die Heizungsoptimierung wie den hydraulischen Abgleich einer Anlage. Es ist nicht erlaubt, gleichzeitig einen Zuschuss vom BAFA und einen Kredit von der KfW für eine bestimmte Einzelmaßnahme zu beziehen.

Fördersätze

Das BAFA hat Details und Fördersätze der Zuschüsse in einer Grafik zusammengefasst:

Förderübersicht BEG EM
Fördersätze BEG EM Bild: BAFA Creative Commons CC BY-ND 4.0

KfW-Kredite Einzelmaßnahmen bis Ende Juni

Übergangszeit bei Krediten

Seit Januar verwaltet das BAFA die Anträge für Zuschüsse nach BEG EM. Doch für Kredite zu Einzelmaßnahmen soll vorerst alles nach den alten Regeln laufen. Die KfW genehmigt die Kreditanträge für Einzelmaßnahmen in ihren gewohnten Programmen – bis 30. Juni 2021 laut Ankündigung des Wirtschaftsministeriums:

  • 151, 152 »Energieeffizient Sanieren«
  • 167 »Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit«
  • 217, 218 »IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren«
  • 219, 220 »IKU – Energieeffizient Bauen und Sanieren«
  • 276, 277, 278 »KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren«
Riesiger Fußgängerübergang mit zwei kleinen Menschen
Symbolbild: Übergang wal_172619 | Pixabay

Ausblick Juli 2021 und Januar 2023

Umstellung und GEG

Außerhalb der Einzelmaßnahmen sollen die Förderprogramme erst ab Juli in der BEG aufgehen: Für umfassende Sanierungen und Neubauprojekte soll die Reform ab 1. Juli 2021 greifen. Bis dahin können Antragsteller bei der KfW unter bestimmten Voraussetzungen wählen, ob sie ihre Nachweise für Effizienzgebäude lieber nach der erloschenen EnEV oder nach der GEG vorlegen. Allerdings müssen sie bei ihren Bauanträgen ausschließlich das GEG befolgen – obwohl die KfW weiter die EnEV anwendet, sofern der Bauherr nicht das GEG bevorzugt. Diese Abweichungen verschwinden spätestens mit der Umstellung am 1. Juli 2021. Der ENTECH-Artikel »Gebäudeenergiegesetz GEG und KfW Förderung« vom 20. Oktober 2020 erläutert die Situation.

Paragrafenzeichen vor Mauer
Gebäudeenergiegesetz GEG Bild: geralt | Pixabay

Kredite für Einzelmaßnahmen

Am 1. Juli 2021 werden ferner die bisherigen Kreditvarianten für Einzelmaßnahmen in die BEG EM integriert oder aufgehoben. Zuständig bleibt die KfW.

BAFA und KfW ab 2023

Zum 1. Januar 2023 ist mit einer anderen Aufteilung der Verantwortung zu rechnen: Zu diesem Datum sollen sämtliche Zuschussvarianten zum BAFA wandern. Die KfW behält die Aufgaben zu den Krediten. Künftig können Bauherren entscheiden, ob sie ihren Antrag lieber beim BAFA oder bei der KfW einreichen. Der Wechsel von der herkömmlichen Förderung zur BEG beeinflusst nicht das KfW-Programm 433 »Zuschuss Brennstoffzelle«: Wie zuvor betreut die KfW diese spezielle Förderung, die neben der BEG läuft.

Hauptgebäude von KfW und BAFA
KfW und BAFA

Vorteile BEG WG und BEG NWG

Auch die BEG WG und BEG NWG bieten Vorzüge. Zum Beispiel winkt ein Bonus von 2,5 Prozent im Neubau und 5 Prozent bei einer Sanierung, wenn mindestens 55 Prozent der verbrauchten Wärme im Gebäude aus erneuerbaren Energien stammen (»Effizienzhaus EE«). Analog dazu können Zertifikate zur Nachhaltigkeit einen Zuschlag von 2,5 Prozent beim Neubau auslösen (»Effizienzhaus NH«). Bei Nichtwohngebäuden ist ebenfalls die Sanierung mit dem Bonus von 5 Prozent für Nachhaltigkeit verbunden. Bislang ist dieser Zuschlag von 5 Prozent nicht für Bestandsgebäude zu Wohnzwecken vorgesehen. Aber diese Einschränkung kann demnächst entfallen. Ohnehin können sich einige Bestimmungen zur BEG in den nächsten Monaten wandeln – zumal die Reform einem Marathon gleicht: »Mit der BEG sollen künftig noch stärkere Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien und damit ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaziele 2030 im Gebäudesektor gesetzt werden«, heißt es auf der Website vom Wirtschaftsministerium.

Das Planungsbüro ENTECH informiert über die Entwicklungen zur BEG. Gerne sprechen wir mit Ihnen über die Konsequenzen der Reform. Außerdem bieten wir Ihnen über die Vorschriften hinaus hochwertige Energieberatung und Baubegleitung – sowohl nach den neuen Rahmenbedingungen als auch nach den Regeln für den Übergang.

20Okt/20
Paragrafenzeichen vor Mauer

Gebäudeenergiegesetz GEG und KfW Förderung

Das Energieeinspargesetz EnEG, die Energieeinsparverordnung EnEV und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz EEWärmeG fließen am 1. November 2020 in einem neuen Gesetz zusammen: An diesem Stichtag löst das Gebäudeenergiegesetz GEG die bisherigen drei Bestimmungen ab. Die KfW hat allerdings angekündigt, die Förderung im Segment »Energieeffizient Bauen und Sanieren« erst in den nächsten Monaten anzupassen.

Übergangszeit

In der Übergangszeit ab November können Antragsteller wählen, ob sie ihre Nachweise für Effizienzgebäude lieber nach den bisherigen Vorschriften der EnEV oder nach den künftigen Regeln vom GEG vorlegen. Allerdings müssen sie bei ihren Bauanträgen ausschließlich das GEG befolgen, denn die EnEV erlischt mit Ablauf des Monats Oktober und betrifft nur noch Altfälle. Die KfW wendet nach wie vor die EnEV an, sofern der Bauherr nicht das GEG bevorzugt. Bis 31. Oktober gilt ausschließlich die EnEV beim Online-Antrag (OA) oder bei der Bestätigung zum Antrag (BzA). Die KfW überarbeitet ihre Merkblätter, technischen Mindestanforderungen und weitere Dokumente bis voraussichtlich Mitte 2021. Ohnehin plant die Bundesregierung, die Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung demnächst zu reformieren.

Video erklärt GEG

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Webinar zum GEG von Architects for Future

Geltung

Das GEG gilt für die meisten beheizten oder klimatisierten Gebäude. Wie die EnEV legt das GEG die Grenzwerte für die Gebäudehülle fest. Das Gesetz betrifft auch die technischen Einrichtungen für Beleuchtung, Heizung, Kühlung, Lüftung und Warmwasserbereitung. Diese Anlagen beeinflussen wiederum den Energiehaushalt des Gebäudes. So geht etwa der Stromverbrauch dieser Geräte in die Berechnung ein – zum Beispiel bei Heizkesseln, Heizungspumpen und Reglern. Ebenso muss das betroffene Gebäude die Vorgaben zum Luftaustausch und zur Vermeidung von Wärmebrücken erfüllen.

Sanierung mit Dämmung und rotem Klinker
Grenzwerte für Gebäudehülle

Kontinuität und Änderungen

Was bleibt von der bisherigen Rechtslage? Und was ändert sich?

  • Einheitliche Regeln
    Nach Ansicht der Bundesarchitektenkammer vereinfacht das GEG nicht die Vorschriften. Das Bundesinnenministerium nennt hingegen das GEG ein »modernes Gesetz« und meint: »Es wird ein einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten, an Bestandsgebäude und an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden geschaffen«.
  • Niedrigstenergiegebäude
    Deutsches Recht übernimmt jetzt eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates aus dem Jahr 2010. Danach müssen alle neuen Gebäude als sogenannte Niedrigstenergiegebäude entstehen. Dieser Standard wirkt sich in der Praxis nicht aus. Die Bundesregierung verzichtet auf weitere Anpassungen: Die bisherigen Anforderungen an das KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder 40Plus liegen bereits höher als die Ansprüche an ein Niedrigstenergiegebäude, erläutert die Verbraucherzentrale: »Dabei hat ein KfW-Effizienzhaus 55 einen um 45 Prozent geringeren Bedarf an Primärenergie als ein Referenzgebäude nach dem Gebäudeenergiegesetz. Das KfW-Effizienzhaus 40 verbraucht noch weniger Energie«.
  • Entwicklung der Vorschriften
    Die Vorschriften werden derzeit nicht verschärft. Aber §9 GEG kündigt eine Überprüfung für das Jahr 2023 an. Für 2024 ist mit einem Gesetzesvorschlag »unter Wahrung des Grundsatzes der Technologieoffenheit« und »Bezahlbarkeit des Bauens und Wohnens« zu rechnen.
  • KfW Förderung entfällt bei Mindeststandards
    Die KfW fördert keinen Neubau, der lediglich die Mindeststandards nach GEG erfüllt.
  • Modellgebäudeverfahren
    Das Modellgebäudeverfahren erleichtert die Planung neuer Wohngebäude. Mitunter aufwändige und teure Extraberechnungen entfallen. Dazu legt das GEG die Anforderungen an den Wärmeschutz und zehn unterschiedliche Heizungsanlagen fest – solche Werte hat die EnEV nicht aufgeführt. Abhängig von den Varianten sind die verlangten Standards für Dämmung zu erkennen.
  • Erneuerbare Energien
    Bei Gebäuden der Öffentlichen Hand mit energetischem Renovierungsbedarf und generell bei Neubauten existiert schon die Pflicht, erneuerbare Energien zu nutzen oder Ersatzmaßnahmen zu realisieren. Künftig stehen weitere Alternativen etwa zur Solarthermie oder zu Wärmepumpen bereit: Biogas, Biomethan oder biogenes Flüssiggas in einem Brennwertkessel bei einem Deckungsanteil von mindestens 50 Prozent bieten die Chance, dieser Bestimmung zu folgen. Die Vorgaben lassen sich ebenso durch Nutzung von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien einhalten.
  • Primärenergiefaktoren
    Nach wie vor entscheidet der Jahresbedarf an Primärenergie, wie energieeffizient ein Gebäude ist. Dabei enthält die Primärenergie sämtliche Anteile für die Bereitstellung von Energie – vom Abbau der notwendigen Rohstoffe über den Transport bis zum Einsatz am Schluss. Nun regelt das GEG die Primärenergiefaktoren, die nahezu vollständig aus der Tabelle der DIN V 18599-1 stammen. Bauherren und Eigentümer verstehen leichter als früher die Berechnung des Primärenergiebedarfs.
  • Innovationsklausel
    §103 GEG enthält vorübergehende Ausnahmeregeln. Dieser Paragraf erlaubt häufig, die energetischen Anforderungen nicht durch den Nachweis zur Primärenergie zu erfüllen: Sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen können die Emissionen an Treibhausgasen und der zulässige Jahresbedarf an Endenergie als entscheidende Größen angesetzt werden. Die Innovationsklausel in diesem Abschnitt vom GEG unterstützt außerdem den Zusammenschluss von Bauherren und Eigentümern: Bei bestehenden Gebäuden können sie gemeinsam die Anforderungen innerhalb ihres Quartiers erfüllen. Bei Sanierungen bis Ende 2025 reicht es, dass die Mehrheit der Gebäude im Quartier insgesamt die Bedingungen einhält – sofern die beteiligten Bauherren und Eigentümer geschlossen die Maßnahmen vereinbart haben. Zusätzlich ermöglicht §107 GEG eine gemeinsame Wärmeversorgung im Quartier.
  • Öl- und Kohleheizungen
    Das GEG erschwert den Einbau von Öl- und Kohleheizungen ab 2026. Ohnehin ist spätestens nach 30 Jahren der Betrieb nicht mehr zulässig – abgesehen von Ausnahmen wie Niedertemperatur-Heizkesseln oder Brennwertkesseln.
  • Energieausweis
    Energieausweise für Gebäude müssen demnächst Angaben über die Emissionen von Kohlendioxid enthalten: Diese Zahlen resultieren aus dem Primärenergiebedarf oder Primärenergieverbrauch. Neue Mieter oder Käufer einer Immobilie erhalten demnach zusätzliche Informationen über die Klimawirkung.

KfW Förderprogramme

KfW Hauptgebäude
KfW Hauptsitz in Frankfurt am Main

Obwohl die KfW ihre Förderprogramme verzögert an das GEG angleicht, entsteht keine Förderlücke. Bauherren und Eigentümer genießen sogar Wahlfreiheit bei der Bilanzierung und den Nachweisen für Effizienzgebäude. Allerdings beurteilt das Online-Tool für die BzA manchmal die Daten nach GEG als unplausibel. Diese seltenen Fälle erzwingen eine Berechnung nach EnEV. Spätestens mit der Überarbeitung der Förderunterlagen verschwinden diese zeitweiligen Probleme. Die Umstellung betrifft die Programme:

  • 153 (Kredit) »Energieeffizient Bauen«
  • 431 (Zuschuss) »Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung«
  • 433 (Zuschuss) »Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle«
  • 151, 152 (Kredit) »Energieeffizient Sanieren – Kredit«
  • 430 (Zuschuss) »Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss«
  • 167 (Kredit) »Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit«
17Apr/20
Mona Lisa mit Mundschutz

So läuft Energieberatung trotz Coronavirus

Wir erhalten viele Anfragen, ob Energieberatung unter den Einschränkungen durch das Coronavirus überhaupt möglich sei. Ja: Das Planungsbüro ENTECH bietet nach wie vor Dienstleistungen zur Energieeffizienz.

Karikatur »Videokonferenz«
Energieberatung auf Distanz. Bild: manfredsteger | pixabay

Dabei beachten wir die Vorgaben der NRW-Landesregierung und der Behörden, sodass wir einige Abläufe verändern – schon alleine um die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern zu schützen.

Wie gewohnt, erhalten Kunden und Interessenten auf unserer Website erste Informationen zur Energieeffizienz.

Außerdem kümmern wir uns um laufende Aufträge.

Zusammen mit Ihnen bereiten wir Energieaudits vor.

Wir optimieren den energetischen Zustand eines Neubaus oder Umbaus.

Wir begleiten Ihr Unternehmen bei anstehenden Maßnahmen zur Energieeffizienz.

Nicht zuletzt zeigen wir Ihnen, welche Fördermittel Sie beantragen können.

Doch wie gehen wir dabei vor?

Bei notwendigen Messungen und Terminen folgen wir Vorgaben wie dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. In der aktuellen Pandemie haben wir unsere Energieberatung auf vier Pfeiler gestellt:

  1. Anpassung der Beratung

    Die Bundesregierung hält an den Förderprogrammen fest und ermuntert zum energetischen Engagement. Ohnehin bleiben gesetzliche Pflichten wie Energieaudits für Nicht-KMU bestehen, selbst wenn das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA derzeit keine Fristversäumnisse bestraft.

    Gerne beraten wir Sie intensiv – bis auf weiteres telefonisch oder bei Bedarf schriftlich etwa per E-Mail. Wir bitten Sie, Telefontermine für technische Fragen oder einen intensiven Austausch zu vereinbaren. Ansonsten erreichen Sie uns montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 17 Uhr, freitags von 9 Uhr bis 14 Uhr und nach Absprache zu anderen Zeiten.

    Einige Mitarbeiter folgen Ihren Wünschen im Home-Office. Aber die technischen und organisatorischen Umstellungen beeinträchtigen uns leider. Daher bitten wir Sie, Verzögerungen oder doppelte Nachfragen oder kleine Pannen zu entschuldigen. Alle Telefonnummern und Mail-Adressen funktionieren wie bisher.

    Ob Messungen etwa bei Blower Door laufen oder ob wir diese Aktivitäten verschieben müssen, entscheiden wir von Fall zu Fall. Wir bitten um Verständnis, dass wir keine allgemein gültigen Regeln für Messungen aufstellen können. Bisher haben nach Absprache der Sicherheitsdetails alle Messungen wie gewohnt stattgefunden.

  2. Digitalisierung und Postversand

    Die Krise zwingt uns, möglichst wenig Unterlagen von Ihnen entgegenzunehmen. Mailen Sie uns daher bitte möglichst viele relevante Unterlagen digitalisiert: gescannt oder fotografiert und anschließend in eine PDF-Datei umgewandelt. Oder Sie schicken uns Kopien per Post.

    Bei der Energieberatung für Wohngebäude laden wir Sie ein, unseren neuen Digi-Check einzusetzen – eine Checkliste für digitalisierbare Dokumente, Fotos und weiteres Material.

  3. Virtuelle Begehungen

    Was halten Sie von einem virtuellen Besuch auf Ihrer Baustelle oder in Ihrem Unternehmen oder in Ihrem Gebäude? Führen Sie uns live per Tablet oder Smartphone durch die Räume, oder zeigen Sie uns Ihren Betrieb mithilfe dieser Geräte. Diese Videos und Ihre Erklärungen können uns Informationen in ebenso guter Qualität liefern wie eine Begehung vor Ort.

  4. Persönliche Termine

    Trotz der digitalisierten Dokumente und der Videokonferenzen kann eine persönliche Begegnung oder Begehung erforderlich sein. Außer dem Energieberater sollten nur eine oder möglichst wenige Personen an diesem Treffen teilnehmen. In diesen Einzelfällen stimmen wir die Risiken und Vorgehensweisen offen und früh mit Ihnen ab:

    • Sie müssen sich freiwillig und überzeugt für diesen Termin entscheiden.
    • Die Energieberatung vor Ort kann nicht stattfinden, falls Sie oder ein Mitglied Ihrer Hausgemeinschaft mit SARS-CoV-2 infiziert sind oder derzeit in einer behördlich angeordneten Quarantäne leben.
    • Die Energieberatung vor Ort ist nur möglich, wenn Sie oder ein Mitglied Ihrer Hausgemeinschaft keine Symptome für eine Erkrankung an Covid-19 aufweisen. Zudem sind Kontaktpersonen von Covid-19-Erkrankten von diesem Termin ausgeschlossen.
    • Ebenso müssen wir über eine Verschiebung oder eine Alternative zu der persönlichen Begegnung nachdenken, falls Sie oder ein Mitglied Ihrer Hausgemeinschaft zur Risikogruppe für schwere Verläufe bei Covid-19 gehören.
    • Die Teilnehmer eines persönlichen Termins müssen auf den Schutz vor Infektionen achten. Die Notwendigkeit, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen – mindestens eine sogenannte Community-Maske oder Alltagsmaske – sollte vorher zwischen allen Teilnehmern abgestimmt werden.
    • Während des Treffens ist jederzeit ein Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten – auch zum Beispiel in Treppenhäusern, auf Dachböden oder in Heizungskellern. Bei der gemeinsamen Sichtung von Unterlagen fällt es schwer, immer die Distanz zu wahren – wir bitten um besondere Vorsicht in dieser Situation.

Wenn sich die Corona-Situation entspannt, holen wir bei Bedarf persönliche Treffen oder Begehungen nach: Dann können wir Details erfassen, die eventuell noch fehlen.

16Apr/20
BAFA Hauptgebäude

Fördermittel Energieeffizienz und Fristen Energieaudit

Das Bundeswirtschaftsministerium verspricht, Fördermittel in der aktuellen Krise durch das Coronavirus nicht umzuschichten: »Die Haushaltsmittel für unsere bestehenden Förderprogramme im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien bleiben unverändert gesichert«, heißt es in einem Rundschreiben, »hierzu zählt insbesondere die Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft – Zuschuss, Kredit und Förderwettbewerb.« Das Ministerium kündigt außerdem an, die Pflicht für ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 in der nächsten Zeit nicht zu überprüfen: »Das BAFA wird daher Unternehmen, die ihr Energieaudit aufgrund der Corona-Pandemie nicht fristgerecht durchführen können, nicht sanktionieren.«

Nach wie vor gehört allerdings eine Vor-Ort-Begehung zu einem Energieaudit: »Somit ist das Energieaudit erst vollständig abgeschlossen, wenn auch die Vor-Ort-Begehung durchgeführt wurde«, informiert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA auf seiner Website.

Wie zuvor ist es also möglich, Anträge für die Förderprogramme zur Energieeffizienz zu stellen. Die gesamten vorgesehenen Fördermittel sollen nicht in die Corona-Hilfspakete fließen: »Denn unsere investiven Förderprogramme leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur in Deutschland, der gerade vor dem Hintergrund der abträglichen wirtschaftlichen Wirkungen der Corona-Pandemie unverändert weiter aufrecht erhalten bleiben soll«, erklärt Abteilungsleiter Thorsten Herdan aus dem Ministerium.

Die derzeitigen Belastungen rechtfertigten Verspätungen bei anstehenden Energieaudits, ist im Rundschreiben zu lesen: »Im Rahmen seines Ermessensspielraums wird das BAFA vielmehr von einem unverschuldeten Fristversäumnis ausgehen.« Unternehmen sind nicht mal verpflichtet, die Verzögerung dem BAFA anzukündigen. Entgegen der bisherigen Praxis kontrolliert das BAFA nicht durch Stichproben, ob die betroffenen Nicht-KMU pünktlich ihr Energieaudit durchführen. Allerdings können sich diese Unternehmen nicht befreien lassen: Nach der Krise müssen sie das Audit oder Reaudit nachholen. Das BAFA wird rechtzeitig auf seiner Website »eine angemessene Frist« setzen und dann eine individuelle Begründung für eine Verzögerung verlangen – zum Beispiel »wegen Coronakrise kein Betretungsrecht durch Externe«, formuliert das BAFA auf seinen Internet-Seiten.

Etwas mehr Aufwand ist mit einem laufenden Energieaudit verbunden, falls betriebliche Einschränkungen durch das Coronavirus einstweilen die notwendige Vor-Ort-Begehung verhindern. Eine Dokumentation für den Aufschub könne erläutern, ob etwa »begründete Verdachtsfälle bestanden, der Betrieb komplett oder für Externe (Energieauditoren) geschlossen wurde oder es aus anderen Gründen nicht möglich war, dem Geschäftsbetrieb normal nachzugehen« – so das BAFA auf der Website: »Je ausführlicher die Dokumentation ist, desto hilfreicher ist es für die Beurteilung.« Wenn das Unternehmen »die Corona-bedingte Ausnahmesituation« überwunden hat, muss es die Vor-Ort-Begehung »unverzüglich« nachziehen.

Auch unter den ungewöhnlichen Umständen berät das Planungsbüro ENTECH zuverlässig über Fördermittel für energetische Maßnahmen – über die veränderten Abläufe informiert ein eigener Artikel. In diesem gesonderten Beitrag ist ebenso zu erfahren, wie die Energieberater Sie beim Energieaudit und bei der Vor-Ort-Begehung unterstützen.

15Mrz/20
Anstecknadel NRW

Förderprogramm »progres.nrw – Markteinführung« beendet Pause

Nach einer dreimonatigen Pause nimmt die Bezirksregierung Arnsberg wieder Förderanträge für das landesweit geltende Programm »progres.nrw – Markteinführung« an: Seit Februar warten Zuschüsse für den Einsatz moderner Technik zum Klimaschutz. Freiberufler, Gemeinden, kommunale Einrichtungen, Privatpersonen und Unternehmen erhalten diese Zuwendungen für Maßnahmen zur Energieeffizienz.

Unter dem Dach des Förderprogramms »progres.nrw« gilt für den Schwerpunkt »Markteinführung« eine eigene Richtlinie, die »Techniken zur Nutzung unerschöpflicher Energiequellen und der rationellen Energieverwendung« auf dem Markt durchsetzen soll. In Nordrhein-Westfalen sinkt durch dieses Förderprogramm der eigene Aufwand für eine Gebäudesanierung oder eine Nachrüstung energiesparender Anlagen.

Unterstützung über »progres.nrw – Markteinführung« ist möglich für:

  1. Lüftungsanlagen und Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung
  2. gewerbliche Anlagen zur Verwertung von Abwärme
  3. thermische Solaranlagen
  4. stationäre elektrische Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Fotovoltaikanlage – gefördert wird seit Mitte März 2020 der Batteriespeicher und das zum Betrieb erforderliche Batteriemanagementsystem
  5. Wasserkraftanlagen
  6. Wärmeübergabestationen
  7. Biomasseanlagen in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage
  8. Wärme- und Kältespeicher
  9. Wärme- und Kältenetze
  10. oberflächennahe Geothermie – Bohrungen und Erdwärmekollektoren
  11. Anlagen, Maßnahmen und Studien, an denen besonderes Landesinteresse besteht
  12. Wohngebäude im Passivhaus-Standard einschließlich Lüftungsanlagen
  13. Wohngebäude im Drei-Liter-Haus-Standard einschließlich Lüftungsanlagen
Mann in Schutzkleidung macht Notizen vor Anlage zur Abwärmenutzung
Anlage zur Abwärmenutzung
Blick auf Baustelle einer Gebäudesanierung zum Passivhaus
Sanierung zum Passivhaus

Die Bezirksregierung Arnsberg als verantwortliche Behörde für ganz NRW weist darauf hin, dass die Vorschriften genau zu beachten sind. So darf ein Antragsteller erst loslegen, wenn er den Bewilligungsbescheid in Händen hält: Bereits der Vertragsabschluss über den Kauf oder die Installation einer Anlage markiert die zeitliche Grenze, sodass die Kunden eine Reihenfolge für ihre Entscheidungen festlegen sollten. Spätestens am 20. November 2020 muss der Förderantrag der Bezirksregierung Arnsberg vorliegen: Danach ruht »progres.nrw – Markteinführung« erneut für einige Wochen oder Monate.

Andererseits erleichtert progres.nrw die Kostenplanung, zumal dieses Förderprogramm mit Mitteln vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA und von der KfW Bankengruppe kombiniert werden kann – so lange die Summe der Zuwendungen nicht die Ausgaben für das Projekt überschreitet. Außerdem ist eine Bagatellgrenze einzuhalten: Die Förderung nach progres.nrw entfällt, falls das Vorhaben weniger als 350 € kostet. Geld aus progres.nrw fließt lediglich für Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen. Eine Reparatur, Ersatzmaßnahme, Ersatzteilbeschaffung sowie eine gesetzlich vorgeschriebene oder behördlich angeordnete Maßnahme ist von dieser Förderung ausgeschlossen. Nichtprivate Antragsteller müssen Förderhöchstgrenzen der EU und De-minimis-Regeln einhalten.

In einer Pressemitteilung betrachtet das NRW-Wirtschaftsministerium das Förderprogramm als Erfolg: »Die Anzahl der bewilligten Zuwendungsbescheide ist von etwas über 7000 im Jahr 2017 auf über 8000 im Jahr 2018 angestiegen.« Im Jahr 2019 sei eine Gesamtfördersumme von rund 23,5 Millionen € für insgesamt 8700 Anträge ausgeschüttet worden, heißt es ein Jahr später. Das Ministerium nennt geothermische Bohrungen, Batteriespeicher, Wohnungslüftungsanlagen und solarthermische Anlagen als bisherige Schwerpunkte von »progres.nrw – Markteinführung«.

Das Planungsbüro ENTECH informiert gerne über die Details und die Hürden von »progres.nrw – Markteinführung«. Vorab bietet der praktische Förder.Navi der EnergieAgentur.NRW einen Überblick von Förderprogrammen des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen.