Beiträge zum Schlagwort: Fördermittel

16Apr/20
BAFA Hauptgebäude

Fördermittel Energieeffizienz und Fristen Energieaudit

Das Bundeswirtschaftsministerium verspricht, Fördermittel in der aktuellen Krise durch das Coronavirus nicht umzuschichten: »Die Haushaltsmittel für unsere bestehenden Förderprogramme im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien bleiben unverändert gesichert«, heißt es in einem Rundschreiben, »hierzu zählt insbesondere die Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft – Zuschuss, Kredit und Förderwettbewerb.« Das Ministerium kündigt außerdem an, die Pflicht für ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 in der nächsten Zeit nicht zu überprüfen: »Das BAFA wird daher Unternehmen, die ihr Energieaudit aufgrund der Corona-Pandemie nicht fristgerecht durchführen können, nicht sanktionieren.«

Nach wie vor gehört allerdings eine Vor-Ort-Begehung zu einem Energieaudit: »Somit ist das Energieaudit erst vollständig abgeschlossen, wenn auch die Vor-Ort-Begehung durchgeführt wurde«, informiert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA auf seiner Website.

Wie zuvor ist es also möglich, Anträge für die Förderprogramme zur Energieeffizienz zu stellen. Die gesamten vorgesehenen Fördermittel sollen nicht in die Corona-Hilfspakete fließen: »Denn unsere investiven Förderprogramme leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur in Deutschland, der gerade vor dem Hintergrund der abträglichen wirtschaftlichen Wirkungen der Corona-Pandemie unverändert weiter aufrecht erhalten bleiben soll«, erklärt Abteilungsleiter Thorsten Herdan aus dem Ministerium.

Die derzeitigen Belastungen rechtfertigten Verspätungen bei anstehenden Energieaudits, ist im Rundschreiben zu lesen: »Im Rahmen seines Ermessensspielraums wird das BAFA vielmehr von einem unverschuldeten Fristversäumnis ausgehen.« Unternehmen sind nicht mal verpflichtet, die Verzögerung dem BAFA anzukündigen. Entgegen der bisherigen Praxis kontrolliert das BAFA nicht durch Stichproben, ob die betroffenen Nicht-KMU pünktlich ihr Energieaudit durchführen. Allerdings können sich diese Unternehmen nicht befreien lassen: Nach der Krise müssen sie das Audit oder Reaudit nachholen. Das BAFA wird rechtzeitig auf seiner Website »eine angemessene Frist« setzen und dann eine individuelle Begründung für eine Verzögerung verlangen – zum Beispiel »wegen Coronakrise kein Betretungsrecht durch Externe«, formuliert das BAFA auf seinen Internet-Seiten.

Etwas mehr Aufwand ist mit einem laufenden Energieaudit verbunden, falls betriebliche Einschränkungen durch das Coronavirus einstweilen die notwendige Vor-Ort-Begehung verhindern. Eine Dokumentation für den Aufschub könne erläutern, ob etwa »begründete Verdachtsfälle bestanden, der Betrieb komplett oder für Externe (Energieauditoren) geschlossen wurde oder es aus anderen Gründen nicht möglich war, dem Geschäftsbetrieb normal nachzugehen« – so das BAFA auf der Website: »Je ausführlicher die Dokumentation ist, desto hilfreicher ist es für die Beurteilung.« Wenn das Unternehmen »die Corona-bedingte Ausnahmesituation« überwunden hat, muss es die Vor-Ort-Begehung »unverzüglich« nachziehen.

Auch unter den ungewöhnlichen Umständen berät das Planungsbüro ENTECH zuverlässig über Fördermittel für energetische Maßnahmen – über die veränderten Abläufe informiert ein eigener Artikel. In diesem gesonderten Beitrag ist ebenso zu erfahren, wie die Energieberater Sie beim Energieaudit und bei der Vor-Ort-Begehung unterstützen.

08Jan/20
Alte Fenster mit beschädigten und schmutzigen Rahmen

KfW-Förderung für Energieffizienz bei Gebäuden 2020

Die KfW hat veröffentlicht, welche erheblichen Verbesserungen bei den Förderprogrammen für Gebäude ab 24. Januar 2020 gelten.

Erhöhung von Zuschüssen/Tilgungszuschüssen

Bei der Sanierung von Wohngebäuden erhöht die KfW in der Kreditvariante (151, 152) den Tilgungszuschuss um 12,5 Prozentpunkte und in der Zuschussvariante (430) den Investitionszuschuss um 10,0 Prozentpunkte. Die Tilgungszuschüsse (153) für den Neubau von Wohngebäuden steigen um 10,0 Prozentpunkte.

Bei Nichtwohngebäuden (277, 278 etc.) werden die Tilgungszuschüsse in der Sanierung von KfW-Effizienzgebäuden um 10,0 Prozentpunkte erhöht, für Einzelmaßnahmen um 15 Prozentpunkte. Beim Neubau von Nichtwohngebäuden (276 etc.) bleiben die Tilgungszuschüsse (leider) unverändert.

Diese Änderungen gelten für Anträge, die ab dem 24.01.2020 bei der KfW eingehen (Wohngebäude) beziehungsweise zugesagt werden (Nichtwohngebäude).

Erhöhung von Zuschüssen/Tilgungszuschüssen

Die Förderhöchstbeträge werden für Wohngebäude auf 120.000 € pro Wohneinheit erhöht.

Diagramm »Energieeffizient Sanieren (Nichtwohngebäude) Förderstufen«
Änderungen bei Nichtwohngebäuden in der Sanierung Bild: KfW
Diagramm »Energieeffizient Bauen (Wohngebäude) Förderstufen«
Änderungen bei Neubauten (Wohngebäude) Bild: KfW
Diagramm »Energieeffizient Sanieren: Kredit und Zuschuss (Wohngebäude) Förderstufen«
Änderungen bei Wohngebäuden in der Sanierung Bild: KfW

Ein erster Kommentar: Das sind für diejenigen, die sanieren oder neu bauen möchten, erhebliche Verbesserungen! Es ist zu vermuten, dass in den nächsten Tagen weitere Details dazu veröffentlich werden, zum Beispiel angepasste Merkblätter.

Kontaktieren Sie uns: Wir beraten Sie gerne spezifisch für Ihr Vorhaben und versorgen Sie mit Informationen.

19Mrz/19

Münster: Baustellen-Führungen im Geistviertel

Experten erläutern vor Ort Sanierungsschritte und Energiekonzept / Anmeldung erforderlich

Münster (SMS). Wie lässt sich ein über 65 Jahre altes Mehrfamilienhaus in ein modernes Gebäude mit einem Energiebedarf auf Neubaustandard verwandeln? Antworten und Einblicke in die Baupraxis gibt es bei zwei Baustellen-Führungen am 19. März und am 9. April, zu denen die Koordinierungsstelle für Klima und Energie im Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit einlädt. Bei den Rundgängen über die Baustelle, die jeweils um 16 Uhr beginnen, werden die einzelnen Sanierungsschritte und das Energiekonzept  vorgestellt. Auch die Verwendung von Fördermitteln wird erläutert. Energieberater, Handwerker und Vertreter der Stadt Münster stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Bei dem vorgestellten Sanierungsobjekt handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus im Geistviertel, das 1952 gebaut wurde. Die Außenwände des Gebäudes werden neu gedämmt, zusätzlich werden Fenster und Dach saniert. Für die Sanierung sind Fördermittel aus dem städtischen Förderprogramm »Energieeinsparung und Altbausanierung« beantragt worden. Zusätzliche Zuschüsse sind möglich für die umweltfreundliche Dämmung mit einer Mineralwolle, die mit dem Umweltzeichen »Blauer Engel« ausgezeichnet ist. Außerdem können bei der KfW Bank weitere Fördermittel beantragt werden.

Da die Zahl der Teilnehmenden an den Führungen begrenzt ist, ist eine Anmeldung notwendig (Tel. 0251 492 6725, E-Mail: klimaschutz@stadt-muenster.de). Der Treffpunkt wird nach der Anmeldung mitgeteilt.

Ausführliche Informationen rund um das Thema »Klimaschutz« gibt es im Internet unter www.klima.muenster.de. Dort sind auch die Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen der städtischen Koordinierungsstelle für Klima und Energie zu finden.

Entech wird vor Ort zu Themen wie KfW-Mittel beraten.
Fachunternehmer wie  Held-Bedachungen oder  Vorwerk-Putz aus dem Netzwerk Altbau-Partner Handwerk der Stadt Münster werden ebenso vor Ort sein.

Silke Puteanus (links) und Nadine Somberg bei Baustellen-Führungen im Geistviertel

Energieberaterin Silke Puteanus (l.) und Nadine Somberg vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit Bild: Stadt Münster