Symbolbild: Farbskala im Energieausweis

Ener­gie­aus­weise älterer Gebäude werden dieses Jahr ungültig

Die ersten Ener­gie­aus­weise für ältere Wohn- und Nicht­wohn­ge­bäude werden Mitte dieses Jahres ungültig. Die ersten seit 2008 ausge­stellten Ener­gie­aus­weis­do­ku­mente hatten eine Lauf­zeit von zehn Jahren. Haus­ei­gen­tümer müssen aber nur dann einen aktu­ellen Ener­gie­aus­weis vorlegen, wenn sie ihr Haus verkaufen, vermieten oder verpachten wollen. Sobald eine Immo­bi­len­an­zeige aufge­geben wird – eine Verschär­fung, die durch die Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung (EnEV) bereits 2014 einge­führt wurde – sind Pflicht­an­gaben aus dem Ener­gie­aus­weis anzu­geben.

ENTECH empfiehlt Haus­ei­gen­tü­mern, die planen, einen neuen Ener­gie­aus­weis erstellen zu lassen, sich an einen quali­fi­zierten Ener­gie­be­rater zu wenden: Auch wir sind laut Ener­gie­effi­zienz-Exper­ten­liste der Deut­schen Energie-Agentur (dena) dafür zuge­lassen.

Grafik der dena zum Energieausweis

Erste Ener­gie­aus­weise älterer Wohn­häuser werden dieses Jahr ungültig.

Bedarfs­aus­weis bildet ener­ge­ti­schen Zustand genauer ab als Verbrauchs­aus­weis

Es gibt zwei Arten des Ener­gie­aus­weises: den Verbrauchs- und den Bedarfs­aus­weis. Der Verbrauchs­aus­weis legt ledig­lich die Verbrauchs­werte der vergan­genen drei Jahre zugrunde, die stark vom Verhalten der Bewohner abhängen. Deswegen rät auch die dena bei der Wahl des Ener­gie­aus­weises zum Bedarfs­aus­weis. Denn nur der ist wirk­lich aussa­ge­kräftig.

Gene­rell haben Eigen­tümer die Wahl zwischen einem hoch­wer­tigen Bedarfs- und einem Verbrauchs­aus­weis. Ausnahme: Ein Bedarfs­aus­weis ist verpflich­tend für Bestands­ge­bäude mit bis zu vier Wohnungen und einem Bauan­trag vor dem 1. November 1977, wenn sie nicht ener­ge­tisch saniert wurden. Neubauten oder umfas­send moder­ni­sierte Häuser benö­tigen seit Inkraft­treten der EnEV 2002 am 1. Februar 2002 einen Ener­gie­aus­weis, sodass in diesen Fällen die Ener­gie­aus­weise bereits erneuert worden sind.